22.06.2020 - 10:58 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Schnaittenbacher Evergreen-Senioren lassen sich AsF-Hollerköichln schmecken

"Ob uns heuer die SPD-Frauen trotz Corona Hollerköichln backen werden?" Diese Frage der Evergreen-Senioren ist nun geklärt. Sie feierten - dem Virus zum Trotz - zum siebten Mal ihr Hollerfest.

„So guate Hollerköichln möissat’s halt öfter geb‘n.!“ Dieses Kompliment machen die Bewohner des Evergreen-Seniorenzentrums den AsF-Frauen, die sie beim Hollerfest mit frisch gebackenen Hollerköichln verwöhnten (von links): Marianne Hartmann, Margit Kaa-Glaser, Bärbel Grützner und Betti Bergmann.
von Werner SchulzProfil

Von Mitte Mai bis Juli blüht der weiße Holunder. Für die örtliche Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) ist die Holunderblütezeit jedes Jahr auch Hollerküchlzeit. Dass sie sich auf dieses Gebäck bestens verstehen, davon konnten sich die Bewohner des Evergreen-Seniorenzentrums ein weiteres Mal beim Hollerfest überzeugen.

Das Coronavirus und die deshalb erlassenen Hygiene- und Abstandsvorschriften verhinderten zwar das gewohnte gemütliche Beisammensein, nicht aber den Genuss des Schmankerls. Sifa Heldmann, Betreuungsteam-Chefin im Evergreen-Haus, brauchte nicht zweimal zu fragen. SPD-Seniorenbeauftragte Bärbel Grützner, Betti Bergmann, Marianne Hartmann und Margit Kaa-Glaser rückten, bepackt mit Fritteusen, Teig und gründlich gereinigten zartweißen Hollerblüten, im Seniorenheimgarten an. Grützner und Hartmann hatten die duftenden Dolden in einem Privatgarten in Hainstetten, fernab jeder Straße, gesammelt.

Bei idealem Wetter machten sich die vier Küchlbäckerinnen auf der Heimterrasse an die Arbeit. Die Blüten wurden in den vorbereiteten Teig getaucht, dann im heißen Fett knusprig und hellbraun gebacken - insgesamt 150 prächtige, mit Puderzucker bestäubte Exemplare. Der Duft der frischen Hollerküchln war bei geöffneten Fenstern wohl auch in den Zimmern zu riechen. Jedenfalls machte er nicht nur den Heimbewohner Appetit, die sich auf der Terrasse eingefunden hatten.

Die Mitarbeiterinnen des Betreuungsteams brachten die Küchln auf die Zimmer und servierten dort auch den Kaffee. Den Bäckerinnen konnten sie berichten, dass ihre Backkünste unisono in den höchsten Tönen gelobt wurden: "So gute Hollerköichln müsste es halt öfter geben." Sifa Heldmann bedankte sich mit Schokolade bei den Frauen und sprach die Hoffnung aus, das Hollerfest 2021 wieder in gemeinsamer Runde feiern zu können.

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