20.03.2020 - 10:58 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Schnaittenbacher Freie Wähler geben für Stichwahl Empfehlung für Uwe Bergmann (SPD) ab

Am Wahlabend gab sich der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler, Dritter Bürgermeister Manfred Schlosser, hinsichtlich einer Empfehlung für die Stichwahl am Sonntag, 29. März, noch bedeckt. Doch nun hat er sich festgelegt.

Dritter Bürgermeister Manfred Schlosser (rechts) empfiehlt seinen Wählern, dem SPD-Kandidaten Uwe Bergmann (links) bei der Stichwahl die Stimme zu geben.
von uscProfil

Schlosser ruft dazu auf, für Uwe Bergmann (SPD) und nicht für Marcus Eichenmüller (CSU) zu stimmen. Bergmann zeigte sich erfreut über die Zusage der Freien Wähler (FW) ihn zu unterstützen. Er stehe für Aufbruch und Erneuerung. So wolle er, wenn er gewählt werde, die Zusammenarbeit zwischen ihm und seinen Stellvertretern verbessern und transparenter gestalten, als dies in der Vergangenheit gewesen sei. Dazu wolle er die sozialen Medien für Bürgernähe und Öffentlichkeit nutzen. Neuigkeiten, Erklärungen zu Sachverhalten, Wissenswertes oder wichtige Mitteilungen könnten so aus dem Rathaus schneller verbreitet werden.

„Ein Bürgermeister muss auch ein Kümmerer sein und alle Ortsteile im Blick haben“, machte Bergmann deutlich. Als Beleg dafür wertete er die gemeinsamen Anträge und Ortstermine von FW und CWU in der zurückliegenden Periode. Parteiinteressen seien hier im Interesse der Sache und der parteiübergreifenden Zusammenarbeit zurückgestellt worden. „Das ist in der heutigen Zeit auch wichtig und bürgerfreundlich“, meinte er.

Bergmann dankte in einer Presseerklärung dem Vorsitzenden der Freien Wähler, Harald Kausler, sowie Drittem Bürgermeister Manfred Schlosser für ihren Aufruf an die Wähler, bei der Stichwahl für ihn zu stimmen, und wertete dies auch als Zeichen der Wertschätzung seiner Person und seiner bisherigen Arbeit. Er wies darauf hin, dass er überzeugend in den Kreistag gewählt worden und als Bürgermeister eine starke Vertretung für den östlichen Landkreis sei. Es gebe hier viele Berührungspunkte, wie den ÖPNV, die Kreisstraßen oder die Bildungseinrichtungen.

Manfred Schlosser bedankte sich bei den Wählern für das ausgesprochene Vertrauen. Doch mit Blick auf die anstehende Stichwahl wünsche er Uwe Bergmann Erfolg. Denn aufgrund der ähnlichen Sichtweise bei vielen Sachthemen und auch wegen der konstruktiven Zusammenarbeit bei früheren Themen sehe er mit Bergmann eine gute Chance, die notwendige Weiterentwicklung zum Wohle der Stadt gemeinsam voranzubringen. Ebenso verfüge Uwe Bergmann aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit im Stadtrat und als Zweiter Bürgermeister über die notwendige Erfahrung und das Netzwerk. Manfred Schlosser rief seine Wähler dazu auf, Uwe Bergmann in der Stichwahl ihre Stimme zu geben, heißt es in einer Erklärung von SPD und FW.

Manfred Schlosser war am Wahlabend schon einigermaßen enttäuscht gewesen über sein Ergebnis mit 24,03 Prozent. Nun stellt sich die Frage, wohin bei der Stichwahl am Sonntag, 29. März, die 603 Stimmen wandern werden, die Manfred Schlosser auf sich vereinigen konnte. Er konnte am Ende des Wahlkampfs nicht mehr in der Öffentlichkeit auftreten, weil er vorsorglich in häuslicher Corona-Quarantäne bleiben musste.

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