06.04.2020 - 14:15 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Seit Samstag gilt bei Feuerwehr Schnaittenbach Stufe III des Einsatzkonzepts

Das Coronavirus hat auch die Stadt Schnaittenbach fest im Griff. Trotz der daraus resultieren Einschränkungen steht aber die örtliche Feuerwehr an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr zur Hilfe bereit.

Corona-bedingte Lagebesprechung bei der Schnaittenbacher Feuerwehr (von links): Kreisbrandrat Fredi Weiß, der amtierende Bürgermeister Josef Reindl, Kommandant Michael Werner sowie der künftige Bürgermeister Marcus Eichenmüller.
von Externer BeitragProfil

Wie der Dienstbetrieb derzeit aussieht, erläutert Kommandant Michael Werner. Er versichert, dass auch in diesen Zeiten der Brand- und Katastrophenschutz aufrechterhalten wird. Seinen Angaben nach wurde die nicht-einsatzbedingte Arbeit bereits am Mittwoch, 11. März, eingestellt, vorerst bis Ende April. Oberstes Ziel ist es die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. Deshalb trat nach Ausrufen des K-Falls durch Ministerpräsident Markus Söder ein Stufenkonzept für den Einsatzbetrieb der Feuerwehren im Bereich der Stadt Schnaittenbach in Kraft.

Da sich die Fallzahlen auch im östlichen Landkreis erhöht haben, hat sich die Wehr entschieden, mit Beginn am vergangenem Samstag die Stufe III des Konzeptes zu aktivieren. Seither darf nur noch mit Behelfsmasken ausgerückt werden. Die Feuerwehr verfügt derzeit über einen kleinen Bestand an FFP2- und FFP3-Masken sowie Schutzbrillen, die aber ausschließlich für den Einsatzfall etwa bei Wohnungsöffnungen und Verkehrsunfällen vorgesehen sind.

Darüber hinaus wurden spezielle Schutzvorkehrungen für die Vereinsmitglieder, aber auch für die Bewohner des Seniorenheims Haus Evergreen im Falle eines Brandmeldeanlagen-Einsatzes getroffen. Um aktuell verfügbare Einsatzkräfte abzustimmen, Schulungs-Themen zu besprechen oder die Behelfsmaskennähaktion zu koordinieren, finden regelmäßige Telefon- oder Videokonferenzen unter den Kommandanten im Gemeindebereich Schnaittenbach statt.

Dank des Digitalisierungskonzepts, das im vergangenen Jahr eingeführt wurde, ist die Feuerwehr relativ problemlos in der Lage, als Ersatz für Übungen Home-Learning anzubieten. Die Basis hierfür bilden die von der Feuerwehrschule Würzburg angebotenen Unterrichte, darunter Lernquize für die Nachwuchsarbeit, aber auch die aktive Mannschaft. Um den Lernerfolg im Blick zu behalten, wurden Arbeitsblätter samt Musterlösungen bereitgestellt. Normalerweise dürfen Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr mit ausrücken. Dies stellte die Wehr jedoch ein, da sie in dieser Lage so wenig wie möglich Einsatzkräfte am gleichen Ort haben will.

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