Schnaittenbach
08.03.2020 - 11:48 Uhr

SPD Schnaittenbach für Natur-Lodges im Freibad

Was bewegt die jungen Leute in Schnaittenbach? Mit dieser Frage setzte sich SPD-Bürgermeisterkandidat Uwe Bergmann bei einem Info-Abend auseinander. Nebenbei gabs Tipps für Erstwähler.

Das Naturerlebnisbad Schnaittenbach. Hier könnte sich die SPD sogenannte "Natur-Lodges" vorstellen. Archivbild: Petra Hartl
Das Naturerlebnisbad Schnaittenbach. Hier könnte sich die SPD sogenannte "Natur-Lodges" vorstellen.

Wer wählt den Gemeinderat? Warum darf ich auch jemandem 3 Stimmen geben? Darf ich auch Stimmen in verschiedenen Listen vergeben? Was heißt das eigentlich, Listenkreuz? Was heißt Kumulieren und Panaschieren?

All diese Fragen erklärten die SPD-Stadtratskandidaten Christian Hartmann und Vanessa Pirke den anwesenden Jung- und Erstwählern bei einem Treffen, zu dem die Sozialdemokraten ins Sportheim eingeladen hatten. Anhand einer selbst erstellten Powerpoint-Präsentation legten die Referenten zudem dar, wer und was alles am 15. März gewählt wird, von Landrat, bis Bürgermeister, von Stadtrat bis Kreistag. Wieviele Stimmen man jeweils hat und wie diese verteilt werden können, wurde ebenso mit Beispielen erläutert. Auch auf Aufgaben und Zuständigkeiten der Gemeinde, des Bürgermeisters und des Stadtrats wurde eingegangen. Zum Abschluss des Vortrags wurde noch angesprochen, wann ein Stimmzettel ungültig ist.

Bürgermeisterkandidat Uwe Bergmann dankte Pirke und Hartmann für die Vorbereitung. Ihm sei wichtig, dass die Stimmen der jungen Menschen in der Gemeinde ernst genommen werden. Er appellierte an die Jungwähler, alle Stimmen zu verteilen und keine Stimme herzuschenken. „Freie Wahlen sind in unserer Demokratie ein hohes Gut, um das uns viele Länder auf der Erde beneiden“, meinte Bergmann. Zudem erklärte er noch die Sitzverteilung im Stadtratsgremium anhand der Gesamtstimmenanteile. Anschließend ging Bergmann gesondert auf seine politischen Schwerpunkte bezüglich der jüngeren Generationen ein. Nachdem viele Mitbürger mittlerweile in Richtung Wernberg pendelten, warb Bergmann für eine Überprüfung einer Busverbindung dorthin bis zum Bahnhof, um z.B. Anschluss zu haben in die Berufsschulen nach Wiesau oder Schwandorf. „Wir müssen über den Tellerrand hinausblicken, deshalb ist es wichtig, dass der neue Bürgermeister auch im Kreistag vertreten ist“, warb Bergmann für sich, der auf der SPD-Kreistagsliste auf Platz 3 aussichtsreich platziert ist. Dies sei gerade im Themenbereich Umwelt mit einer sich verändernden zukünftigen Mobilität wichtig. „Zum Themenkomplex Umwelt findet man übrigens nur in unserem Positionspapier entsprechende Aussagen und Vorhaben“, stellte der zweite Bürgermeister fest. Desweiteren wolle er für ausreichend Krippen- und Kindergartenplätze sorgen und eine Ferienbetreuung für Schulkinder anbieten. Im Ehrenamt werde er für eine Förderung der Jugend- und Übungsleiterausbildung eintreten. Besonders dankte Bergmann den örtlichen Betrieben, die immer wieder vor allem für die Absolventen der Mittelschule Ausbildungsplätze anböten. Am Bürgerwaldareal sei er für ein Gesamtkonzept als Mehrgenerationenplatz, von der Nutzung bis zur Wegeanbindung. Alles andere sei nur Stückwerk. Die Attraktivität des Naturbads könne durch Wohnmobilstellplätze oder vermietbare Natur-Lodges noch gesteigert werden. Dies alles seien wichtige weiche Standortfaktoren, sodass vielleicht auch wieder einmal eine Kneipe oder eine Diskothek im Kaolinpott öffne, so wie es diese früher gab. „Dann müssten junge Leute am Wochenende zum Weggehen nicht immer nach Amberg, Weiden oder Nabburg fahren“, zeigte Bergmann auf. Die sozialen Medien wolle er als Bürgermeister auch für Bürgernähe und Transparenz nutzen. Neuigkeiten, Erklärungen zu Sachverhalten, Wissenswertes oder wichtige Mitteilungen könnten so aus dem Rathaus schneller verbreitet werden.

Abschließend lud Bergmann die Anwesenden zu einer Currywurst ein und bat um Unterstützung für sich und die SPD-Kandidaten. Er verdeutlichte noch einmal: „Wenn ich Bürgermeister werde, dann bleibe ich das auch sechs Jahre lang, bis der Wähler sich in unserer Demokratie wieder entscheiden kann.“ Sich die Wirklichkeit der Menschen betrachten und soweit wie möglich seine Politik danach ausrichten, dieser Leitspruch werde für ihn als Bürgermeister gelten.

 
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