18.02.2020 - 09:14 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

SPD Schnaittenbach für Wahltag zuversichtlich

Zuversichtlich blicken die Schnaittenbacher SPD-Stadtratskandidaten mit Zweitem Bürgermeister Uwe Bergmann an der Spitze dem Wahltag 15. März entgegen. Dies wurde bei Vorstellungsrunden in Schnaittenbach, Kemnath und Holzhammer deutlich.

Bei Veranstaltungen im Gasthaus Saller in Schnaittenbach, im Gasthof Luber in Kemnath a.B. und im Schützenheim in Holzhammer, bei den sich auch die SPD-Stadtratskandidaten vorstellten, erläuterte Bürgermeisterkandidat Uwe Bergmann seine Zielsetzungen.
von Werner SchulzProfil

Jedes Mal fanden sich viele Zuhörer ein. Ihnen zeigte Bergmann auf, wie er die Aufgaben für das nächste Jahrzehnt anpacken will. In einer Politik des Miteinanders plant er, Ideen von Stadtrat, Verwaltung und Bürgerschaft aufzunehmen und nicht schon von vornherein als nicht realisierbar abzutun. Es warteten große Aufgaben auf die politisch Verantwortlichen.

Er trete für eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem Verein „Plus der Oberpfalz“ ein, um interkommunale Gewerbegebiete in Zeiten zu großen Flächenverbrauchs besser realisieren zu können. Er könne sich eine Förderung bei der Ausbildung von Jugend- und Übungsleitern vorstellen, was indirekt auch den Vereinen zugute käme. Insgesamt könne die Stadt etwas mehr Grün vertragen. Mit einer Photovoltaik-Offensive könne man im Kleinen die Energiewende angehen. Im Juni sei hierfür eine Auftaktveranstaltung mit dem Solarförderverein Amberg geplant. Für die Stadt- und Umlandentwicklung seien das innerstädtische Entwicklungskonzept und die Dorferneuerungsmaßnahmen konsequent umzusetzen. Eine innerörtliche Radwegverbindung habe bei ihm einen hohen Stellenwert. Kurzfristig müsse die Wegeverbindung vom Bürgerwald bis zum Kräutergarten entlang des Ehenbachs angegangen werden. Früher existierten auch Fußwegverbindungen vom Ortsteil Forst bis zur Bachgasse, deren Wiederherstellung er ins Auge fassen werde, kündigte Bergmann an. Bergmann zeigte sich offen für Freizeitangebote, Mehrgenerationenhäuser, einen Jugendbeirat oder die Bildung von Jugend-, Familien- und Seniorennetzwerken. „Für ein betreutes Wohnen hätte man die Weichen schon früher stellen können“, monierte er.

Bei der Kandidatenvorstellung wurde herausgestellt, dass die SPD ein breitgefächertes Angebot für den Wähler bereithält. Drei Vereinsvorsitzende, ein Betriebsratsvorsitzender, Jugendleiter, Kirchenpfleger und Aktive in Vereinen und Verbänden zeugten vom großen ehrenamtlichen Engagement der SPD-Kandidaten. Mit drei Kandidaten aus Holzhammer sei das Umland gut vertreten.

Bei den Fragerunden wurde der Ausbau der Kreisstraße von Schnaittenbach über Demenricht bis Sitzambuch wegen ihrer zu geringen Breite angesprochen. Dafür werde man sich im neu gewählten Kreistag, für den Uwe Bergmann, Reinhold Strobl und Daniel Hutzler kandidieren, genauso einsetzen wie für eine Prüfung der Möglichkeit einer Busverbindung nach Wernberg zum Industriegebiet und zum Bahnhof. „Genau deswegen muss ein Bürgermeisterkandidat im Kreistag sein und dort für die Interessen seiner Heimat eintreten“, betonte Reinhold Strobl. Beklagt wurde die schlechte Internet- und Mobilfunkverbindung in einzelnen Dörfern. Offenbar herrsche momentan Knappheit bei Krippen- und Kindergartenplätzen. Als unabdingbar wurde die Barrierefreiheit im Rathaus oder in der Turnhalle erachtet. Fehlende Ladesäulen für E-Bikes und E-Autos beklagten Zuhörer, ebenso die Verkehrssicherheit in der Ortsmitte Schnaittenbachs. Ein weiterer Punkt war zu schnelles Fahren am Ortseingang in Kemnath von Westen her, was von der neuen Ortsumgehung herrühre. Uwe Bergmann forderte hier einen Runden Tisch zusammen mit dem Staatlichen Bauamt, um solche Aspekte zu diskutieren. Außerdem brachte er eine Überquerungshilfe an der B 14 beim Anwesen Rossel ins Spiel. „Der Baumbestand entlang der B 14 ist nach vielen Jahren auch kein optisches Highlight mehr. Da braucht es auch eine Erneuerung“, meinte Bergmann.

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