Laut ehemaligem Stadtkämmerer Rudolf Bergmann haben sich die Steuereinnahmen der Stadt positiv entwickelt: "Die Gewerbesteuer ist auf einem recht hohen Niveau und auch die Steuerkraft der Einwohner steigt." Das sei nach seinen Aussagen weitgehend auf die gute Konjunktur zurückzuführen. Auch die höhere Grundsteuer werde sich positiv niederschlagen. Dieser Schritt war wegen der vom Freistaat erhaltenen Stabilisierungshilfe nötig geworden, informierte Rudolf Bergmann. Er schlug eine höhere Besteuerung für unbebaute Grundstücke und leerstehende Häuser als Weg gegen die Verödung der Ortskerne vor. Durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, die derzeitige Grundsteuer für verfassungswidrig zu erklären, wäre auch der politische Weg hierfür geebnet, meinte Rudolf Bergmann. Zweiter Bürgermeister Uwe Bergmann erläuterte den Verwaltungshaushalt: "Dieser ist solide aufgestellt und kann die Finanzierung unserer Aufgaben planmäßig abdecken." Als Sachaufwandsträger hat die Stadt nach seiner Meinung der Grund- und Mittelschule gute Arbeitsgrundlagen zur Verfügung gestellt. "Die Optimierung der Außensportanlage findet endlich ihren Abschluss, allerdings muss hier schnellstens die Ausschreibung erfolgen, wenn das Projekt heuer realisiert werden soll", machte Bergmann klar.
Auch die Kindertagesstätte St. Vitus ist nach seiner Meinung inzwischen wieder in einer guten Position: Die Grundlage für eine solide Bildung wird laut Bergmann mehr und mehr in die vorschulische Ausbildung gelegt. Er hoffte, dass angekündigte Förderungen vonseiten des Freistaats für die vor- und schulischen Einrichtungen auch nachhaltig fließen und keine einmalige Investition bleiben. "Nur mit qualitativen Bildungseinrichtungen vor Ort werden unsere Baugebiete junge Familien anziehen. Das ist keine Lobbyarbeit, sondern Zukunftsaufgabe", resümierte der zweite Bürgermeister.
Georg Dobmeier freute sich, dass nach allen notwendigen Ausgaben für Verwaltung, Bauhof, Feuerwehr und aller sonstigen gemeindlichen Einrichtungen noch eine Zuführung von fast 1,5 Millionen Euro für den Vermögenshaushalt abspringt. Gerald Dagner zählte die wichtigsten Investitionen von 1,7 Millionen Euro auf, die die SPD alle mittrug: Fahrzeuge für die Feuerwehren in Schnaittenbach und Neuersdorf, EDV-Ausstattung für die Schule, technische Geräte und Möbel für den Kindergarten, die Freisportanlage an der Schule, die energetische Sanierung des Vereinsheims und die Planung der Dorferneuerung in Kemnath, das Abwasserentsorgungskonzept in Trichenricht sowie den Breitbandausbau. Reinhold Strobl widmete sich der Wasser- und Abwasserversorgung, sowie die Straßeninfrastruktur. Hauptaugenmerk legt Strobl auf die Sanierung des Ortskerns: "In jedem Jahr soll eine städtische Ordnungsmaßnahme angegangen werden. Der Georg-Landgraf-Platz und Auf-der-Loh sind positive Beispiele, was auch der Bischof-Rosner-Platz und der Ehenbachweg von der Schule bis zum Kräutergarten wird".
Dieses hier investierte Geld, um die Einrichtung in jeder Hinsicht in einem topp Zustand zu halten, ist gut angelegt.Uwe Bergmann, zweiter Bürgermeister, über den Kindergarten St. Vitus
Für Touristen
Was den Antrag von SPD, CWU und FW auf Errichtung eines Wohnmobilstellplatzes bei Sitzambuch betrifft, zeigte sich die SPD offen für Alternativvorschläge. Wenn sich an genannter Stelle ein solcher Stellplatz nur schwer realisieren lässt, kann man laut Dagner mit einem Erlaubnis-Schild ein kostenloses Angebot für Wohnmobilisten schaffen. Voll ausgebaute Stellplätze mit Ver- und Entsorgung könnte man seiner Meinung nach genauso gut am Parkplatz des Naturbades errichten. "Auf jeden Fall wäre das eine touristische Aufwertung für Schnaittenbach", zeigte sich Dagner überzeugt. (ads)












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