Renate Bartos ist keine gebürtige Schönhaiderin. Aufgewachsen ist sie als Einzelkind in Franzenthal im Sudetenland, erzählt sie im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. Die Familie wurde, wie viele Landsleute, nach dem Zweiten Weltkrieg unter Zwang ausgesiedelt und per Güterwaggon nach Wiesau gebracht. Für rund zwei Jahre fand die dreiköpfige Familie eine vorübergehende Bleibe im damaligen Grenzlager unweit des Wiesauer Bahnhofs. "Zusammen mit anderen Leidgenossen haben wir - meine Eltern und ich - in einer Baracke in einem umzäunten Gelände gelebt."
Zu Fuß sei sie regelmäßig hinauf zur Schule gewandert, um dort den Unterricht zu besuchen. "Es war keine einfache Zeit", blickt Renate Bartos, die später in Waldsassen die Haushaltsschule besuchte, zurück. An anderer Stelle erzählt sie: "Früher habe ich gerne getanzt." Bei einem Faschingsball in der ehemaligen Sporthalle an der Wiesauer Bahnhofstraße habe sie ihren Ehemann Siegward - einen gebürtigen Österreicher - kennengelernt, mit dem sie seit 1962 verheiratet ist.
Renate Bartos wurde Hausfrau und widmete sich der Familie, die nach und nach immer größer wurde. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor; später folgten sechs Enkel und drei Urenkel, über deren Glückwünsche sich Renate Bartos besonders freute. Die Grüße der Marktgemeinde Wiesau überbrachte Bürgermeister Toni Dutz.













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