04.06.2019 - 12:42 Uhr
Schönhaid bei WiesauOberpfalz

Heimspiel für "Defboy"

Wer die Musik hören möchte, die "Defboy" per Hand macht, muss nicht weit fahren. Die Gruppe probt in Schönhaid. Am Sportplatz kann man sie in wenigen Tagen live hören. Dazu erklingt eine ganz spezielle Hymne.

"Defboy" probt bei Thilo Fürnrohr (rechts) an den Schönhaider Wolfsäckern. Der Kellerraum, wo man sich der Musik widmet, wurde zu einem Übungsraum umgestaltet.
von Werner RoblProfil
Schlagzeuger Michael Söllner ist ein Verwandter von Bandleader Thilo Fürnrohr. Wenn es um den Klang seiner Instrumente geht, hat er seine eigenen Vorstellungen.

Anlass für das vereinbarte Heimspiel ist der Auftritt beim 50. Gründungsjubiläum des Sportvereins. Der Festausschuss hat die Musiker eingeladen, erinnert Bandleiter Thilo Fürnrohr an den Rock-Abend am 7. Juni. Danach folgt eine Wiederholung beim Bürgerfest in Wiesau. Das Vorbereitungsteam um Festwirt Christian Weig hat die Band verpflichtet. "Wir freuen uns schon sehr auf die kommenden Termine", erklären die sechs Musiker um ihren Leadsänger und Gitarristen Fürnrohr, der auch den Probenraum im Keller zur Verfügung stellt. Freitagnachmittag - von vier bis abends um acht - wird an den "Wolfsäckern" gearbeitet. "In der Vorbereitungszeit zu den Auftritten treffen wir uns mehrmals in der Woche", fügt der Schönhaider im Gespräch mit Oberpfalz-Medien hinzu.

"Defboy" wurde vor rund sieben Jahren mit damals noch vier Musikern, Thilo Fürnrohr (Gitarre), Michael Söllner (Schlagzeug), Peter Ernstberger (Bass) und "Fritz" Braun (Rhythmus-Gitarre), aus der Taufe gehoben. "In der Formation spielten wir bis Ende 2018", stellt Fürnrohr seine Schwester und Keyboarderin Claudia Fürnrohr, zudem Lead- und Backgroundsängerin Nadja Gruber vor. Die jungen Damen verstärken das Quartett seit gut einem halben Jahr.

Der Wirkungskreis ihrer Bühnenauftritte erstreckt sich bis nach Schwandorf. Mit ihren Rocksongs im Grunge-Stil, ergänzt mit vielen beliebten Stücken, die an die 1970er und 1980er Jahre erinnern, war die Band unter anderem auch im Schönhaider Sportheim und im Fuchsmühler Hotel "Hackelstein" zu hören. "Defboy" erinnert an die "Hollies" oder "Foreigner", auch an den Rockinterpreten Lenny Kravitz. Im Repertoire dürfen aber auch Texte und Lieder der "Toten Hosen" nicht fehlen.

Auch wenn sich die Musiker die schwedische Heavy-Metal-Band "Ghost" zum Vorbild genommen haben, möchten sie keinesfalls nur kopieren. "Eher sehen wir sie als Referenz", erklärt Thilo Fürnrohr: "Unser Konzept ist keine Eins-zu-Eins-Kopie bekannter Gruppen. Wir möchten daher auch nicht in eine Mainstream-Schublade gesteckt werden." Aus diesem Grund widmet sich "Defboy" meist auch den Single-B-Seiten. "Wir möchten etwas Eigenes auf die Bühne bringen", beschreibt Fürnrohr nicht nur die Band-Eigenheit, Lieder von den Plattenrückseiten durch die Verstärker zu schicken. Der Schönhaider hat auch viele Songs getextet, um sie mit der Band zu erarbeiten und zu arrangieren. "Die verschiedenen Einflüsse, zu denen wir uns bekennen, sind auch in unseren eigenen Liedern herauszuhören."

"Defboy" hat sich neben der Ergänzung des Repertoires ein weiteres Ziel gesetzt: "Wir möchten sobald wie möglich eine CD herausbringen." Eine wenn auch kleine Silberscheibe gibt es bereits am Festwochenende beim SV Schönhaid, der vom 7. bis zum 9. Juni 50. Geburtstag feiert. Die Produktion umfasst nur ein einziges Lied: "Die SV-Schönhaid-Hymne wurde beim Festkommers vor wenigen Wochen vorgestellt", ist Thilo Fürnrohr stolz auf die Idee, mit dieser auf den Verein zugeschnittenen Kostprobe zu überraschen.

"Wir freuen uns auf den Konzertabend am 7. Juni ab 20 Uhr und auf die Leute, die uns zuhören werden. Dass wir gute Musik machen, ist selbstverständlich", versprechen Thilo aus Schönhaid, Fritz aus Brand, der zurzeit in Bayreuth lebende Michael, die Wiesauerin Claudia, die Fuchsmühlerin Nadja und Peter aus Röthenbach im Steinwald.

Festprogramm:

SV feiert drei Tage lang

Neben „Defboy“, die zum Festauftakt am Freitag, 7. Juni, ab 20 Uhr auftreten, umfasst das Jubiläumsprogramm ein Kleinfeld-Hobby-Turnier am Samstag, 8. Juni. Die Siegerehrung findet gegen 19.15 Uhr statt. Danach steigt die Mega-Zelt-Party mit der Band „XZeit“. Höhepunkt am Sonntag ist der Kirchenzug ab 9 Uhr mit Gottesdienst am Festplatz. Beim Weißwurstessen erhält der Jubelverein die „Silberne Raute“ des Bayerischen Fußballverbandes. Für das Mittagessen können Wert-Gutscheine in der Wiesauer Metzgerei Günthner, bei der Bäckerei Härtl in der Dorfmitte und im SV-Heim gekauft werden. Mit einem „Bayerisch-Böhmischen Abend“, den der Musikverein aus Wiesau gestaltet, klingt das Jubiläum aus.

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