23.06.2019 - 15:38 Uhr
Schönhaid bei WiesauOberpfalz

"Kipp" jetzt noch schöner

Der Markt Wiesau nimmt viel Geld in die Hand, um das Naherholungsgebiet Waldseen noch attraktiver zu machen. Vor Ort informierten die CSU und stellvertretender Bauhofleiter Alexander Bäumler darüber, was bereits gemacht wurde.

„CSU vor Ort“ ist eine Bürgerinformation, die an verschiedene Orte in der Gemeinde führt. Informationen aus erster Hand erhielten die Teilnehmer diesmal vom stellvertretenden Bauhofleiter Alexander Bäumler (Fünfter von rechts).
von Werner RoblProfil

Der Badesee "Kipp", einst ein Abbaugebiet für Kaolin, erfreut sich steigender Beliebtheit. Dem wolle man auch Rechnung tragen, betonte Bürgermeister Toni Dutz beim Bürgertreff, zu dem die CSU um ihren Vorsitzenden Michael Dutz ans Ufer des während der Saison beaufsichtigten Badesees eingeladen hatte. Unzählige Stunden leistet neben der betreuenden Wasserwacht dort auch der Bauhof, der regelmäßig vorbeischaut, um für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen.

Ein bedeutender Anziehungspunkt nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für Urlauber soll die Erholungsfläche rund um die "Kipp" bleiben. Aus diesem Grund wurden zahlreiche Verschönerungs- und Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Bereits im vergangenen Jahr wurden gemeinsam mit den Bauhofmitarbeitern und dem Grundstückseigner, den Bayerischen Staatsforsten, einige Bäume gefällt.

Diese Arbeit war notwendig geworden, kommentierte Dutz: "Es handelte sich dabei keineswegs um eine willkürliche Maßnahme", verdeutlichte er mit Blick auf den Gesundheitszustand einiger durch Fäulnis marode gewordener Stämme. Ein beliebter Spiel- und Kindermagnet wurde der große "Wiesauer Karpfen", der mit den dafür notwendigen Zusatzarbeiten und einem neuen Riegelzaun versehen rund 19 600 Euro gekostet hat. Zurückgebaut wurden auch die morsch gewordenen Trimm-dich-Geräte, die noch aus den 1970er-Jahren stammten und zuletzt kaum mehr genutzt wurden. Zudem erneuerte man bereits im vergangenen Jahr die Umkleidekabine, ebenso auch die Hainbuchenhecke, die mit einem Biberschutz ergänzt wurde.

Nicht mehr vorhanden ist der Sprungturm, den man aus Sicherheits- und Haftungsgründen entfernen musste, wie der Bürgermeister erklärte. Dafür wurde in der Mitte der "Kipp" eine neue Rettungsinsel verankert. Erneuert wurden der Steg und der Treppenaufgang sowie die Ufersicherung. Nicht nur der Bauhof und die Bayerischen Staatsforsten, auch einige ortsansässige Firmen waren an der Maßnahme beteiligt, erklärte stellvertretender Bauhofleiter Alexander Bäumler mit Blick auf die Arbeiten am Aufsichtsgebäude. "Wir sind aber beileibe noch nicht fertig", informierte der Sprecher. "In den kommenden Monaten warten noch einige Rest-Arbeiten auf uns." So fehle noch das versprochene Sonnensegel, das die Liegewiese überspannen wird. Insgesamt wurden bereits rund 70 600 Euro verbaut beziehungsweise dafür Rasensamen, Donaukies, Rundhölzer und Stahlträger beschafft.

Bürgermeister Toni Dutz sprach von einem "Kleinod", das mit einem hohen Freizeitwert und einer sehr guten Gewässerqualität einhergehe. Das Geld sei gut angelegt. Die Arbeit, die am See geleistet werde, sei ein anerkennenswertes Beispiel des ehrenamtlichen Engagements, ergänzte der Gemeindechef "Der Bürger hat das Recht, von den Ausgaben zu erfahren, um viele Dinge anders zu sehen. Wir möchten zeigen, wie die Steuergelder verwendet werden." Bei der öffentlichen Veranstaltung "CSU vor Ort" werde man auch künftig über die Dinge sprechen, die von großem Bürgerinteresse seien, kündigte CSU-Vorsitzender Michael Dutz eine Fortsetzung an.

Ein Übel aber bleibt der Vandalismus, mit dem sich die Gemeinde leider auch beschäftigen muss. Der Schaden, der vor ein paar Monaten an der "Kipp" angerichtet wurde, beläuft sich auf gut 3000 Euro, zog Bäumler Bilanz der Beschädigungen und Schmierereien, die am Faschingsdienstag entdeckt worden waren. Von den Tätern fehle immer noch jede Spur.

Alexander Bäumler (2. von rechts) informierte an der Wasserwachthütte über die Arbeiten bzw. Ausgaben, die für die Verschönerung an der Kipp notwendig geworden waren.
Der „Wiesauer Spielkarpfen“ ist nicht nur ein beliebter Ort der Buben und Mädchen. Das rund 19 600 Euro teure Gerät ist zudem auch ein Blickfang.
Die „Kipp“ war bis vor rund 60 Jahren ein Abbaugebiet für Kaolin, heute ist sie ein beliebtes Naherholungsgebiet.
Die Liegewiese wurde zu einem Schmuckstück.
Entstanden ist auch eine Rettungsinsel in der Mitte des Baggersees.
Neu gestaltet wurde auch der Uferbereich, der jetzt deutlich ansprechender ist, als der bisherige.
Anfang März war die Wasserwachthütte Angriffsziel von Vandalen, die dort ihre Farbdosen leer sprühten.
Alexander Bäumler erklärte anhand einer Luftbildaufnahme die Lage der einzelnen Baggerseen, die heute das Naherholungsgebiet "Waldseen" bilden.

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