11.09.2018 - 11:55 Uhr
Schönhaid bei WiesauOberpfalz

Naturdetektive erforschen das Waldseenland

Viel Interessantes erfahren wissbegierige Kinder beim Ferienprogramm, das an die Waldseen führt. Aber nicht Baden oder Bootfahren sind angesagt, sondern eine Entdeckungsreise.

Annette Schödel ist nicht nur Forstfrau, sie weiß auch, wie man Kindern den Lebensraum Wald spannend näher bringt.
von Werner RoblProfil

Die erfahrene Forstamtsfrau Annette Schödel erklärt den Mädchen und Jungen, dass der Wald in Forstreviere aufgeteilt ist. Zuständig seien Revierförster. Die kleine Exkursion entlang der Rückegassen und Waldwege führte auch zu mehr oder weniger großen Waldameisenhaufen. Entdeckt wurden Wildbienennester und bereits verlassene Biberburgen.

Für Walddetektive war das naturnahe Ferienangebot der Bayerischen Staatsforsten, das ins Revier Schönhaid führte, wohl genau das Richtige an diesem Nachmittag. Man musste sich halt einfach nur Zeit nehmen und geduldig durch den Wald wandern. Annette Schödel nahm sich viel Zeit, um bei der Erkundung alles zu zeigen. „Wir suchen auch die im Wald lebenden Tiere“, sagte die „Forschungleiterin“ und empfahl, die Augen offen zu halten und beide Ohren zu spitzen. „Im vergangen Jahr konnten wir bei der Begehung rund 25 Tiere entdecken“, erinnerte sie an vorangegangene Ferienprogramm-Angebote. „Heute haben wir bereits rund 20 aufgespürt“, freute sie sich bei der Halbzeit.

Man stellte dabei fest, dass im Wald sehr viele Kleintiere leben: Käfer, Tausendfüßler, große und kleine Spinnen und unbekannte Schmetterlinge. Tief angenagte Bäume deuteten auf den Biber hin. Spuren hatten auch Rot- oder Schwarzwild hinterlassen. Was der Borkenkäfer anrichten kann, wurde aber auch gezeigt. Der Weg führte zu aufgestapelten Holzstößen, weiter hin zu den Waldwegen und breiten Forststraßen, wo im weiten Gebiet rund um den Silber-, Mond- und Perlsee Stammholz gefahren wird. Försterin Schödel erklärte zudem was „Einschlag“, auch was bei der „Holzsortierung“ zu beachten ist und wie man im Revier vorgeht, um den Wegebau, mit Blick auf den Naturschutz, dort sinnvoll zu planen. Gemeinsam erwanderte man die Erholungswege bis hinab zur Bahnstrecke am „Posten 16“. Der „Intensivkurs“ kreuz und quer durch die Waldbewirtschaftung gefiel den Kindern, auch wenn sie erfahren mussten, dass es im Waldseenland – zwischen Kornthan und Schönhaid – viele, aber halt auch sehr scheue Schlangen gibt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp