08.05.2019 - 11:43 Uhr
Schönhaid bei WiesauOberpfalz

SV Schönhaid eine feste Größe

SV Schönhaid feiert seinen 50. Geburtstag und hat zum Ehrenabend eingeladen. Das Interesse ist groß, dennoch gibt es auch Anlass zur Kritik, die Vorsitzender Herbert Schaumberger - mit Blick auf die Gästeliste - offen ausspricht.

Für ihre Treue zum Verein zeichnete der SV Schönhaid einige Mitglieder und die Gründungsmitglieder aus. Vorsitzender Herbert Schaumberger und BLSV-Kreisvorsitzender Andreas Malzer (hinten, von rechts) gratulierten. Den Glückwünschen schloss sich Bürgermeister Toni Dutz (hinten, Dritter von links) an.
von Werner RoblProfil

„Von den Geladenen sind trotz der zurückgesandten Zusagen längst nicht alle gekommen“, bedauerte der SV-Vorsitzende bei seiner Rede im Sportheim. Schwer lag ihm auch die Tatsache im Magen, dass der Bayerische Fußballverband keinen Vertreter entsandt hatte. „Das kommt nicht gut an. Wenn ein Verein 50 Jahre feiert, dann sollte sich auch jemand aus dem Fußballkreis sehen lassen.“

Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Toni Dutz (links) übernommen. Dafür sagte Vorsitzender Herbert Schaumberger Dankeschön.

Ruhestandsgeistlicher Siegfried Wölfel, der auch den Zeltgottesdienst am 9. Juni zelebrieren wird, fand umso freundlichere Worte: "Ich verfolge seit langem die Spiele des SV und werde am Festtag einen zwar nicht aus der Diözese stammenden, dafür aber sehr weit gereisten, befreundeten Bischof mitbringen. Dann darf er auch einmal einen zünftigen Frühschoppen miterleben." Danach folgte eine gut einstündige, bebilderte Rückblende auf die Geschichte des Jubelvereins. "Der SV Schönhaid ist eine feste Größe", lobte Bürgermeister Toni Dutz. Zudem verdeutlichte er, dass er die Schirmherrschaft sehr gerne übernommen habe, weil er sich dem Verein verbunden fühle. Schließlich sei man in den zurückliegenden Jahren oft gemeinsam durch dick und dünn gegangen.

Mit einer Ehrenurkunde, als Anerkennung zum 50-jährigen Vereinsjubiläum, überraschte der BLSV-Kreisvorsitzende, Andreas Malzer. "Ich wünsche dem SV Schönhaid weiterhin viel Erfolg", gratulierte der Gast aus Konnersreuth. Malzer stellte heraus, dass der SV Schönhaid seit zwei Jahren auch Förderverein für Geflüchtete und Integration sei.

Mit einer Ehrenurkunde des BLSV überraschte Kreisvorsitzender Andreas Malzer (links) den Vorsitzenden Herbert Schaumberger.

Er bestätigte, dass sich die Schönhaider in diesem Bereich besonders einsetzen. Die Auszeichnung zu bekommen, sei weniger schwer, die Integration nachhaltig zu betreiben, sei aber gar nicht so einfach. "Ihr habt dies aber auf ganz besondere Weise vorgelebt. Man kann sich auf den SV Schönhaid immer verlassen", hob Malzer hervor.

Schaumberger erinnerte, dass er nach Erhard Zahas Tod die Vereinsführung eigentlich nur für ein halbes Jahr übernehmen wollte. "Daraus wurden 14 Jahre. Ich bin stolz, dem Verein vorstehen zu dürfen." Gleichzeitig bedauerte er, dass es eine kleine Gemeinschaft wie der SV immer schwer haben werde, Jugendmannschaften zu bilden. "Andere Vereine machen uns die talentierten Spieler sofort abspenstig", klagte Schaumberger. Damit aber müsse man leben. "Ich werde für meinen Verein stets mein Möglichstes tun", versprach der Vorsitzende.

Beim Ehrenabend wurde auch das eigene Vereinslied von der Gruppe "Defboy", die am Freitagabend, 7. Juni, aufspielen wird, vorgestellt. "Es ist ein rockiger Song, der zu einem jungen 50-jährigen Verein passt", erklärte Schaumberger und stellte das dreitägige Festprogramm vor. Nach "Defboy" ist am Samstag die Band "X-Zeit" (vormals "Partyfüchse") an der Reihe. Den Sonntagabend bestreitet die Blasmusik aus Wiesau mit einem Bayerisch-Böhmischen Abend.

Ehrungen:

Halbes Jahrhundert beim SV

Je eine Urkunde, die Goldene Ehrennadel des BLSV und die Goldenen Nadel des SV Schönhaid erhielten die Gründungsmitglieder Hermann Bächer, Hans Burger, Willi Dockter, Josef Englmann, Ludwig Fröhlich, Franz Kemeny, Ambros König, Helmut Kreger, Lothar Pietruschka, Andreas Riedl, Georg Saller, Richard Strobl, Erich Trottmann, Karl Zimmermann und Hubert Kellner. Für 50-Jahre Mitgliedschaft bekamen Monika Saller und Georg Bächer die gleichen Auszeichnungen.

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