(wro) Trimm-Dich-Pfade waren in den 1970er Jahren große Mode. Aus dieser Zeit stammt auch der Weg entlang der Schönhaider Waldseen. Da das Interesse immer mehr schwand, war eine Wiederbelebung nötig. Man entschloss sich für einen teilweisen Rückbau und neue Elemente. Vor rund 25 Jahren entstand an gleicher Stelle auch ein „Fischlehrpfad“, der vom Fischereiverein gepflegt und erhalten wurde.
Vor wenigen Wochen wurde ein neu gestalteter Walderlebnispfad mit zahlreichen Informationstafeln geschaffen. Ein augenfälliges, rund 17.000 Euro teures Spielgerät in Form eines überdimensionalen Karpfens ergänzt den rund zwei Kilometer langen Waldweg. Im Beisein von Landrat Wolfgang Lippert, Bürgermeister Toni Dutz und zweitem Bürgermeister Fritz Holm wurde das vollendete Projekt jetzt feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Dazu eingeladen waren auch Vertreter der Arge Fisch, der Kommune, Vereine, Johann Weber vom Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten, Forstbetriebsleiter Gerhard Schneider sowie dessen Mitarbeiter von den Bayerischen Staatsforsten. Den Segen Gottes erbaten die Pfarrer Maximilian Roeb und Martin Schlenk.
„Ich finde es großartig, dass sich viele Menschen mit der Region Waldseen identifizieren“, bekannte Forstbetriebsleiter Gerhard Schneider in seiner Ansprache. „Man kommt hierher, um sich zu erholen.“ Die Waldseen seien längst kein Geheimtipp mehr. „Wir wollen unsere Besucher in die herrliche Natur einladen. Die Menschen sollen den Wald mit all seiner Schönheit und seiner Lebendigkeit erleben dürften“, fügte Schneider hinzu. Das Zusammenwirken aus traditioneller Teich- und naturnaher Forstwirtschaft werde erlebbar. Schneiders Dank galt den Staatsforsten, der Marktgemeinde Wiesau und den Fischereivereinen in Wiesau und Friedenfels, ebenso der Wasserwacht und dem Bauhof Wiesau. „Ganz egal, wann ich hier unterwegs bin, ob zum Baden oder Spazierengehen, mir geht es nachher besser als vorher.“
„Ich bin selber ganz überrascht und freue mich darauf“, lobte Bürgermeister Toni Dutz das fertige Projekt, für das rund 70.000 Euro in die Hand genommen wurden. Die Gemeinde Wiesau habe sich vielfältig beteiligt, erinnerte der Bürgermeister unter anderem an die Unterstützung bei Beschilderung, Rodung-, Pflanz- und Betonarbeiten. Alte Spielgeräte wurden abgebaut, neue habe man aufgestellt. „Wir haben Hand- und Spanndienste geleistet.“ Dutz weiter: "Ich wünsche mir, dass die Einrichtung von der Bevölkerung genutzt und mit Sorgfalt behandelt wird.“
Landrat Wolfgang Lippert verwies auf das touristische Potenzial: „Die Zahlen sind steigend. Der Fischlehrpfad trägt dazu bei.“ Der Fisch sei zu einem Markenzeichen geworden. „Etwas Besonderes sind die Waldseen.“ Die Idee, einen Trimm-Dich-Pfad in einen erlebnisreichen Lehrpfad umzugestalten, sei „genial. „Wenn man zusammenhält, dann bringt man auch etwas zustande.“ Die Schöpfung rückte Pfarrer Martin Schlenk in den Mittelpunkt. Unterstützt wurde das Lehrpfad-Projekt vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, informierte Johann Weber, stellvertretender Bereichsleiter an der Kemnather Außenstelle.
















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