Der Schönlinder Betrieb von Leipfinger-Bader (LB) ist nach Überzeugung des Unternehmens von besonderer Bedeutung als wirtschaftliches und ökologisches Leistungszentrum für die nordbayerische Bauwirtschaft. In einen energiesparenden neuen Tunnelofen, eine Trocknereinfahrbühne, eine Schleifanlage und eine Transport- und Gleisanlage investierte LB zuletzt acht Millionen Euro.
"Es sind maßgeblich die Familienunternehmen mit ihren Mitarbeitern, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz dieses Land prägen und mit entwickeln", stellte Geschäftsführer Thomas Bader bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste aus Kommunalpolitik, Wirtschaft und Gesellschaft fest. Er gehe davon aus, dass die Familienunternehmen und vor allem die produzierenden Industriebetriebe in Bayern und Deutschland stark bleiben müssen. Gleichzeitig lobte Bader die guten politischen Rahmenbedingungen in Bayern.
Arbeitsplätze in der Region
LB ist nach seinen Worten eines der führenden Familienunternehmen der deutschen Ziegelindustrie. "Spitzenqualität und Menschlichkeit zeichnen uns aus", betonte Bader. Ziegel sei das Zukunftsprodukt für den Wohnungsbau und mit einem Marktanteil von 70 Prozent der beliebteste Baustoff in Bayern. "Die positiven Eigenschaften unseres Produkts, die Wertschätzung, die wir als Firma erfahren, der Glaube an Marktwachstum und Weiterentwicklung sind die Gründe für unsere umfangreichen Investitionen hier in Schönlind", sagte Bader. "Dadurch entstehen Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Nicht durch Umverteilung, Enteignung oder Bürokratie", betonte er.
Er erinnerte an die Übernahme der Ziegelei Merkl im Jahr 2014. "Ich bin der Familie Merkl noch heute sehr dankbar und voller Anerkennung", versicherte Bader. Seitdem habe seine Firma am Standort Schönlind 15 Millionen Euro investiert. Und in nur zwölf Wochen habe man die gesamte aktuelle Investition mit einem Volumen von acht Millionen Euro gestemmt. Bader: "Damit sind wir in der Lage, die Märkte in einem Umkreis von 200 Kilometern nachhaltig zu bedienen."
Landtagsabgeordneter Harald Schwartz (CSU) freute sich besonders darüber, dass LB sein drittes Standbein in der Oberpfalz ausgebaut hat. Das Unternehmen helfe dabei, Wirtschaft und Ökologie zu vereinen. Schwartz würdigte aber auch das soziale Engagement von LB im Bereich Naturschutz, Jugend- und Altenhilfe. Die Firma lasse Worten auch Taten folgen. Risikobereitschaft und Unternehmergeist sei das, was Bayern weiterbringe, sagte er. Es sei ganz wichtig - wie in diesem Fall - auch im ländlichen Raum solide Arbeitsplätze zu schaffen.
Für Vilsecks Bürgermeister Hans-Martin Schertl war dieser Freitag ein denkwürdiger Tag für die Stadt Vilseck und für Schönlind. Durch die Investitionen sei die Zukunft des Werks langfristig gesichert, gab sich Schertl überzeugt. Er dankte dem Unternehmen dafür, dass es die Arbeitsplätze nicht nur erhalten, sondern sogar aufgestockt habe und übergab das Wappen der Stadt.
Die Bedeutung des Werks für die regionale Wirtschaft unterstrich Bauleiter Markus Graf: "Dies sind Investitionen, die in unserer Stadt Vilseck ihresgleichen suchen. Denn mit 13 beteiligten Firmen aus der Region bleibt auch ein großer Teil der Wertschöpfung in der Stadt und den umliegenden Gemeinden", sagte er. Dieser Umbau sei eine große Herausforderung für alle Firmen gewesen.
1500 Kubikmeter Beton
Dazu nannte er für zwölf Wochen Bauzeit einige bemerkenswerte Fakten: Rückbau von über 3 000 Tonnen Erdreich und Beton, Ein- und Ausbau von über 800 Meter Gleisen und Einbringen von knapp 1500 Kubikmeter Beton. Zur Erinnerung überreichte er eine Deckenrandschale mit dem Datum 10.5.2019 als versöhnenden Ersatz dafür, dass man beim Betonieren im frischen Beton das Datum nicht eingeprägt hat. Diese erhält einen Ehrenplatz an der Ofenwand. Dort segnete Pfarrvikar Hrudaya Kumar Madanu im Beisein der Besitzerfamilie und der Ehrengäste die neue Anlage. Gemeinsam drückten sie zum Abschluss der Feierlichkeiten den symbolischen Startknopf.
Leipfinger-Bader ist ein in fünfter Generation produzierendes Familienunternehmen mit Sitz in Vatersdorf bei Landshut und eines der führenden Unternehmen der deutschen Baustoffindustrie. Rund 220 Mitarbeiter stellen jährlich Ziegel für etwa 7500 Wohneinheiten her. Neben dem Stammwerk in Vatersdorf und der Ziegelei Schönlind gibt es ein weiteres LB-Werk in Puttenhausen bei Mainburg. Von den drei Standorten aus gehen innovative und ökologisch nachhaltige Produkte wie Ziegel mit integriertem Schall- und Wärmeschutz auf Baustellen in ganz Deutschland. Das Unternehmen bildet eigene Nachwuchskräfte in den Berufen Industriemechaniker, Industrieelektriker und Industriekaufmann/-frau aus.

















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