Schönsee
01.02.2019 - 09:43 Uhr

Begegnung bei Musik und Tanz

Der Bayerisch-Böhmische Volkstanz- und Volksmusiknachmittag erweist sich als starkes Zugpferd im Jahresprogramm des CeBB. Eine bunte Mischung aus Musik und Tanz von beiden Seiten der Grenze hat den Organisatoren ein volles Haus beschert.

Schwungvoll geht's beim Volkstanz- und Volksmusiknachmittag im Centrum Bavaria Bohemia. Die Mitglieder der Volkstanzgruppe Schönsee (Bild) zeigen ein breites Repertoire an Oberpfälzer Tänzen und holen auch immer wieder Gäste aus dem Publikum zum Mittanzen. Bild: eib
Schwungvoll geht's beim Volkstanz- und Volksmusiknachmittag im Centrum Bavaria Bohemia. Die Mitglieder der Volkstanzgruppe Schönsee (Bild) zeigen ein breites Repertoire an Oberpfälzer Tänzen und holen auch immer wieder Gäste aus dem Publikum zum Mittanzen.

Bereits zum 13. Mal bringt diese Veranstaltung des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) Bayern und Böhmen musikalisch und auf dem Tanzboden zusammen. Dicht drängten sich die Gäste unter den historischen Gewölben an den Tischen, in der Mitte blieb ein Platz für die Musikanten und die Tanzpaare frei. Die drei Stunden mit der Schönseer Volkstanzgruppe, dem "Rengschburga Musikantenstammtisch" und der Dudelsackmusik aus Domažlice (Taus) vergingen wie im Flug.

Ihre Begrüßung der Mitwirkenden und Gäste zur Eröffnung verknüpfte CeBB-Leiterin Veronika Hofinger mit einem Dank an den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, der das Treffen im Projekt „Kultur ohne Grenzen – Begegnung Bayern-Böhmen 2019“ fördert. CeBB-Praktikantin Eva Korabečná übersetzte die einleitenden Worte und das Programm ins Tschechische. Das Team der Ehrenamtlichen führte Irene Träxler, Vorsitzende des Trägervereins "Bavaria Bohemia" an, sie ließ sich bei der Aufforderung zum Mittanzen auch nicht lange bitten.

Mit Volksmusik und Volkstanz ging es reihum. Zuerst sorgten die Musikanten der Tauser Dudelsackkapelle (Domažlická dudácka muzika) unter der Leitung von Kamil Jindřich in der für das Chodenland typischen Besetzung aus Dudelsack, Klarinetten, Kontrabass, Geige und Teufelsgeige für den richtigen Takt, zu dem sich das Tanzpaar in traditioneller Tracht schwungvoll drehte. In Bayern inzwischen wohlbekannte Lieder wie "Keiner weiß, was Domažlice ist" oder "Durch das Nevolitzer Tal" gehörten zum Repertoire. Blickfang waren bei den böhmischen Musikanten die Teufelsgeige, hierzuland als "Stoußrumpl" bekannt, und dann noch eine sogenannte "Rohrdommel", tschechisch "Fanfrnoch". Diesem Instrument werden beim Herausziehen eines Rosshaarbündels ziemlich grunzende Töne entlockt. Bei dem Lied "Unsere Káča weint" zeigten die böhmischen Gäste, dass sie sich auch vom bayerischen Jodelgesang inspirieren haben lassen.

Nächste Programmpunkte:

Im CeBB-Programm geht es kommende Woche weiter mit zwei Veranstaltungen zum Thema "Fasching": Zuerst am Mittwoch, 6. Februar, beim 110. deutsch-tschechischen Stammtisch in Rybník. Zwei Tage darauf hält die närrische Zeit Freitag, 8. Februar, ab 17.30 Uhr Einzug im CeBB beim Gastauftritt südböhmischer Karnevalsgruppen. (eib)

Heimspiel hatte die Schönseer Volkstanzgruppe mit ihren sieben Tanzpaaren unter der Leitung von Monika Bayer, musikalisch begleitet von Martin Ebenhöch, Stephan Vogl und Reinhard Zilk. Sie zeigten ihr breites Repertoire an Oberpfälzer Tänzen und holten immer wieder Gäste aus dem Publikum zum Mittanzen. Die wehenden Röcke der schlichten Oberpfälzer Tracht gaben einen guten Kontrast zu den ins Auge stechenden gelben Kniehosen der böhmischen Musiker. Nach jedem Musikstück und jeder Tanzrunde sparte das Publikum nicht mit Applaus.

Drittes Ensemble war der „Rengschburga Musikantenstammtisch“ mit Initiator Johannes „Choco“ Niebauer, einem gebürtigen Oberviechtacher. Immer wenn sich die Tanzgruppen eine verdiente Pause gönnten, zeigten die Musiker aus Regensburg und Umgebung ihr virtuoses Können. Weil es so schön war, stimmten am Schluss alle ein in die Bayernhymne, intoniert von den Musikern aus beiden Ländern.

Da Tanzen und Zuschauen durstig und hungrig machen, sorgten Gabi Dlubal, zweite Vorsitzende von "Bavaria Bohemia", und ehrenamtliche Helfern, unterstützt vom CeBB-Team, für das leibliche Wohl. Ausgeschenkt wurde ein spendiertes Fass Bier der Schlossbrauerei Fuchsberg, und die böhmischen Schmierkuchen ließ sich niemand entgehen. Sie schmeckten hervorragend und kamen aus einer Bäckerei nicht weit über der Grenze, deren Mitarbeiter Spezialisten für Kolatschen sind.

 
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