Zum ersten Ehrenamtsabend der Stadt Schönsee waren Würdenträger und Vorstände aus zwölf Vereinen ins CeBB eingeladen. Schon zur Einstimmung spielten die Z´s zur bayerischen Brotzeit zünftig auf.
Leistung ans Licht bringen
Bürgermeister Reinhard Kreuzer begrüßte die Anwesenden: „Was wäre eine Stadt ohne Vereine und was ein Verein ohne Mitglieder?“, hob er laut einer Pressemitteilung der Stadt die Bedeutung von Vereinen heraus. Sie seien maßgeblich daran beteiligt, das Zusammenleben in der Stadt und auch in der gesamten Region zu fördern. Dafür könne man gar nicht genug danken, so Kreuzer. Es sei an der Zeit, "ans Licht zu bringen, was Leute seit Jahrzehnten in den Vereinen leisten".
Kreuzer überraschte mit einem weiteren Novum: der Bürgerverdienstmedaille. Er hielt eine Laudatio auf Hubert Reimer, der nicht nur als Kirchenmusiker „nicht aus der Stadt wegzudenken“ sei. Seit 1992 ist er als Organist und Chorleiter in der Gemeinde tätig und sorgt so für die musikalische Begleitung von Gottesdiensten, Beerdigungen, Umzügen oder auch beim Patrozinium. "Das ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich", betonte Kreuzer. Mit dem Förderverein für Kirchenmusik organisiert Reimer regelmäßige Konzerte und gewinnt sogar bekannte Chöre für Auftritte in Schönsee.
Hubert Reimer nahm freudestrahlend seine Bürgerverdienstmedaille in Empfang. In einer kurzen Dankesrede erfuhren die Anwesenden, dass er mittlerweile schon fast „eine Kleinstadt mit beerdigt“ hat – etwa 1150 Beerdigungen begleitete er mit dem Chor in der Region. Aber "die Kirchenmusik hält mich jung“.
Die Geehrten
Anschließend hielten die Vorstände der Vereine eine Laudatio auf ihre Vereinsstützen und hoben ihre besonderen Verdienste hervor. Alois Sorgenfrei, Johann Schraml, Gabriele Hien, Alfons Wild, Baptist Grosser, Johann Linsmeier, Elisabeth Schmidt, Reinhold Wild, Markus Singer, Anna Preßl und Johann Ring wurde die Ehrenamtsmedaille überreicht.
Nicht allen Vorständen fiel es leicht, sich für ein Mitglied zu entscheiden. Anderen wiederum war sofort klar, wem diese Ehre zuteilwerden sollte. So auch Michael Lutz vom Verein Heimatgemeinde Plöß, der Anni Preßl nominierte. Die „fast älteste Bürgerin Schönsees“ wurde als „Grande Dame“ von der gesamten Gesellschaft gefeiert, als Bürgermeister Kreuzer sie zur Ehrung auf die Bühne begleitete. Dass diese Veranstaltung nun jährlich stattfinden soll, machte den Vorständen die Entscheidungen jedoch leichter – da „aufgeschoben ja nicht aufgehoben“ ist und so auch weitere Ehrenamtliche ausgezeichnet werden.



















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