20.06.2020 - 11:47 Uhr
SchönseeOberpfalz

Fischereiverein Oberviechtach pachtet Hahnenweiher in Schönsee

Der Hahnenweiher in Schönsee wird an den Fischereiverein Oberviechtach verpachtet. Diese Entscheidung hat der Stadtrat in seiner Sitzung getroffen. Dem Pascherverein spricht das Gremium ein festes Zeitkontingent an Bauhofleistungen zu.

Nach längerer Diskussion wird der Hahnenweiher an den Oberviechtacher Fischereiverein verpachtet.
von Udo WeißProfil

Soll der Hahnenweiher in Schönsee an den Fischereiverein aus der Nachbarstadt Oberviechtach verpachtet werden? Ein diesbezüglicher Antrag, gestellt durch Vorsitzenden Peter Schwabenbauer, wurde im Gremium ausgiebig diskutiert. 100 Euro Pacht und die Pflege des Weihers warf der Fischereiverein, dem auch 16 Bürger aus Schönsee angehören, in die Waagschale. Außerdem wurde auf die sehr starke Jugendarbeit verwiesen.

Die Betreiber des Hotels "Drei Seerosen", das direkt am Weiher liegt, meldeten sich in der Sitzung zu Wort und plädierten dafür, dass der Privatgrund vor dem Gasthof durch die Angler frei gehalten werden muss. Auch gelte es, das Wasserrecht von Franz Haberl zu berücksichtigen. Die Stadträte Hans Pfistermeister und Xaver Bayer (beide CSU) wollten das Fischrecht bei der Stadt lassen. Dritter Bürgermeister Josef Fleißer (SPD) brachte vor, dass die Stadt ohnehin einen Fischereiberechtigten für den Weiher brauche. Bürgermeister Reinhard Kreuzer ergänzte, dass die Regierung der Oberpfalz die Verpachtung befürworten würde. Mit 11:3 Stimmen wurde der Antrag angenommen. In einem Vertrag müssen nun die genauen Bedingungen festgelegt werden.

Artikel über den weiteren Verlauf der Stadtratssitzung

Schönsee

Einen Antrag auf Unterstützung des Paschervereins durch die Stadt trug Vorsitzende Birgit Höcherl vor. Sie zeigte die große Außenwirkung über die Region hinaus auf, die der Pascherverein bei Werbetouren und bei Auftritten hat. Das Gremium war sich einig, dass der Verein als Aushängeschild der Stadt Enormes leiste, und die Räte gewährten bis zu 100 Stunden Bauhofleistungen.

Zum Antrag der CSU-Stadtratsfraktion auf Entwicklung einer Bürger-App, gab es reichlich Diskussionen. Dienste der Verwaltung, transparente Kommunikation, Darstellung der Stadt bezüglich Sehenswürdigkeiten, Tourismus und Gaststätten – all das wäre mit einer App einfach abrufbar, wurde argumentiert. VG-Mitarbeiterin Lisa Biegerl hat diesbezüglich bereits Kontakte mit einer Firma aufgenommen. Die Räte einigten sich darauf, dass ein Vertreter des Unternehmens in einer der nächsten Sitzungen Inhalte und eine mögliche Gestaltung vorstellen wird.

Im Blickpunkt:

Bürgermeister nur mehr "einer von vielen"

Die Installation einer Bürger-App befürwortete Stadtrat Thomas Schiller (FWG Schönsee) zwar grundsätzlich, machte allerdings einige Anmerkungen zum Antrag. Es gebe keine „Homepage der Stadt“, sondern nur eine der Verwaltungsgemeinschaft, also der Stadt zusammen mit den Gemeinden Stadlern und Weiding. Deshalb sei der Antrag auch falsch adressiert – die VG sei zuständig.

Dies nutzte Schiller für eine Anmerkung zur Wahl des VG-Vorsitzenden: Diesen Posten habe über 40 Jahre stets der Bürgermeister von Schönsee in Personalunion ausgeführt. So hätten Anliegen wie eine Bürger-App gut und mit hohen Erfolgschancen in die Gemeinschaftsversammlung eingebracht werden können. Doch nun sei der Schönseer Bürgermeister "in der VG einer von vielen". Dank eines Schönseer Stadtrats führten die Mitgliedsgemeinden Weiding und Stadlern nun "das Zepter in der VG“, so Schiller.

Der Antrag für eine Bürger-App sei kurzfristig schwer umsetzbar, sagte Thomas Schiller, und machte dafür Versäumnisse der ausgeschiedenen Bürgermeisterin geltend. Dies veranlasste CSU-Rat Xaver Bayer zu der Aussage: „Dass du immer wieder auf Fehler hinweisen musst. Das macht die ganze Stimmung wieder negativ.“

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