Mit Unterstützung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds (DTZF) und des Landkreises Schwandorf offerieren das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) und Tandem Pilsen als tschechischer Partner, den Schulen im nächsten Jahr bewährte und neue Begegnungsangebote zum Vertiefen des grenzüberschreitenden Miteinanders. Was das Programmjahr 2019 den Bildungseinrichtungen bietet, erfuhren Pädagogen bayerischer und tschechischer Schulen bei einem Treffen.
"Schön, dass das gemeinsame Kochen weiter im Programm steht. Das kam bei den Schülern super an“ meinte eine Lehrerin, die beim Erfahrungsbericht über das grenzüberschreitende Miteinander in der Schulküche beim Besuch der tschechischen Partnerschüler ins Schwärmen geriet. Nach Kurzvorstellungen von Aktivitäten an den Schulen informierten Lucie Tarabová von Tandem Pilsen und Tereza Pechová vom CeBB über die Begegnungsangebote im kommenden Jahr. Beide hoffen, dass die hervorragende Teilnehmerzahl des Jahres 2018 mit 600 Schülern aus beiden Ländern wieder erreicht wird und die Mero AG als Projektunterstützer im Boot bleibt.
Die weiteren Angebote binden die Schüler von beiden Seiten ein. Realschülern und Gymnasiasten sind im Juni und Oktober Zielgruppe für den Projekttag „Grenzenlos“. Der eintägige Workshop befasst sich mit dem Thema „Grenze“. Im Jahr 30 nach dem Fall des Eisernen Vorhangs setzen sich Schüler bei Ortsbegehungen und Zeitzeugengesprächen damit auseinander, was vor 1989 die hermetisch abgeschlossene Grenze für die Menschen bedeutete.
Für Grund- und Mittelschulen gibt es neu einen Stop-Motion-Workshop, bei dem über Partnerschulen verbundene bayerische und tschechische Schüler einen Tag unter Anleitung eines Medienpädagogen die Stop-Motion-Aufnahmetechnik kennenlernen. Die Sprachbox wird 2019 von der Aktion „Deutsch-Tschechischer Pausenhof“ abgelöst. Sechs partnerschaftlich verbundene Schulen bekommen eine großformatige, wetterfeste Platte und wetterfeste Farben, auf der die bayerisch-tschechische Grenze vorgezeichnet ist. Dann liegt es an den Jugendlichen, an einem Begegnungstag die Platte kreativ zu gestalten und sie als Kunstobjekt im Pausenhof oder an einer Wand als sichtbares Zeichen der Zusammenarbeit zu installieren.
Wegen der großen Begeisterung gibt es nächstes Jahr sogar sechs Begegnungstage mit dem Motto „So schmeckt es bei unserem Nachbarn“. Dabei bereiten Schüler und Lehrkräfte befreundeter Schulen gemeinsam ein landestypisches Menü unter Anleitung von professionellen Köchen zu. Weiter gehören zum Projekt „Kultur ohne Grenzen – Begegnung Bayern-Böhmen“ eine Reihe von Veranstaltungen mit langer Tradition im CeBB, darunter das bayerisch-böhmische Volkstanztreffen im Januar, die Musik- und Biernacht im August, Tschechisch-Crashkurse an sechs Wochenenden, ein Studentenworkshop, der Diskussionsabend "bb-talk" und die Preisverleihung "Brückenbauer".
Das Programm ist für Realschulen, Gymnasien, Grund- und Mittelschulen differenziert aufgebaut. Um auf den Generationswechsel bei betreuenden Lehrkräfte der Schulpartnerschaften zu reagieren, werden interessierte Pädagogen Mitte Februar in der Region Pilsen zu einem Netzwerktreffen eingeladen. Zwei Tage ist Zeit zum Kennenlernen, Erfahrungsaustausch, Analysieren von Praxisbeispielen, Aufzeigen von Förderwegen und für offene Diskussionen. Daraus sollte genug Motivation entstehen, sich aktiv in der Schulpartnerschaft einzubringen. (eib)














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