21.06.2020 - 09:16 Uhr
SchönseeOberpfalz

Grünes Band im Centrum Bavaria Bohemia

Das Centrum Bavaria Bohemia bekommt nach den Lockerungen für Kultur-Akteure wieder Luft zum Atmen, auch die Grenze ist wieder offen. Das "Grüne Band" wird Sommerthema.

Der Viechtacher Fotograf Herbert Pöhnl entdeckte die beiden Grenzsteine am Grenzbach. Das Bild ist ein Beitrag zur Ausstellung im CeBB.
von Hans EibauerProfil

Drei Monate war das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) in Schönsee ziemlich lahmgelegt. Jetzt, nach den ersten Lockerungen, steht einem begrenzten Programmstart nichts im Weg. Das „Grüne Band“ ist zentrales Thema der Sommerausstellung, der ersten größeren Veranstaltung nach dem Lockdown. Sie ist vom kommenden Freitag, 26. Juni, bis 3. September täglich in der historischen Gewölbehalle zu sehen.

Das „Grüne Band“ schlängelt sich auf dem Grenzstreifen des vor 30 Jahren gefallenen Eisernen Vorhangs nicht nur zwischen Bayern und Tschechien, sondern als europäisches Grünes Band über 24000 Kilometer vom Nordkap bis zum Schwarzen Meer.

Fotowettbewerb "Grünes Band": Hier der Artikel

Schönsee

Ein Netz aus Biotopen, historisch geprägten Kulturlandschaften, mit Spuren untergegangener Ortschaften und historischer Landnutzung zeugen ebenso wie Ruinen der Grenzwachkasernen von der Vergangenheit. 34 bei einem Fotowettbewerb des CeBB ausgewählte Fotoarbeiten mit dem Titel „Natur- und Kulturerbe Grünes Band Bayern-Tschechien“ zeigen diese einzigartige Landschaft im Großformat.

Welche Aufnahmen in der Gunst des Publikums Sieger werden, entscheidet eine Online-Abstimmung. 116 Aufnahmen, die es nach der Juryentscheidung nicht in die Endrunde schafften, werden in Din-A-4-Größe im Luftraum des Treppenhauses zu sehen sein. Die Bilder ergänzen historische Fotografien aus der Sammlung des Museums Stadlern.

Seit 2007 eröffnete der Sommerempfang von Bavaria Bohemia e.V. jedes Jahr die große Sommerpräsentation Mitte des Jahres – Corona bedingt muss heuer leider auf das zur Tradition gewordene grenzüberschreitende Stelldichein von Repräsentanten aus Kultur, Politik und Organisationen verzichtet werden.

Nach der Eröffnung der Sommerausstellung geht es im realen Kulturkalender des CeBB am 1. Juli weiter mit dem 127. bayerisch-tschechischen Stammtisch in Rybník am Lagerfeuer. Dann folgt am Samstag, 4. Juli, nach mehrmonatiger Zwangspause eine geführte Kultur- und Wandertour in Bärnau im Landkreis Tirschenreuth, zu der die Teilnehmer mit eigenem Auto anreisen.

Eine Woche später organisiert das CeBB eine geführte Zweitageswanderung (11. und 12. Juli) mit drei Mulis entlang des „Grünen Bands“. Sommerfeeling in netter Gesellschaft unter freiem Himmel mit leichten Jazzklängen genießen, so kündigt das CeBB sein Picknick mit Musik am Mittwoch, 22. Juli, im Moorbad in Schönsee an. Die Gäste bringen Decken und Picknickkörbe mit Schmankerl und Getränken selber mit. Wenn das Wetter mitspielt, verwandelt sich die Wiese in einen gedeckten Tisch mit kulinarischer Vielfalt.

In der Schwebe sind noch die drei im Juli geplanten Barockkonzerte im Rahmen des EU-ETZ-Projekts Barockregion Bayern-Böhmen. Wenn alles gut läuft, dann dürfen sich die Liebhaber barocker Klänge über Konzerte am 19. Juli in der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung in Skoky, am 25. Juli im Barocksaal des Kloster Walderbach und am 31. Juli in der Kirche St. Laurentius in Neualbenreuth freuen.

Gegen Ende der Ferienzeit ist die Kultur & Radtour auf dem Egerradweg mit Abstechern ins Erzgebirge vom 29. August bis 2. September als Sommerabschluss gedacht, der einen Kulturherbst im CeBB einläutet, der hoffentlich nicht von Corona bedingten Beschränkungen diktiert wird.

Virtuelle Angebote und Präsentationen waren für das CeBB im Lockdown ein Ausweg, um den Künstlern eine Plattform zu geben und mit dem Publikum in Kontakt zu bleiben. Diese neue Veranstaltungsform wird fortgesetzt: An diesem Wochenende ist eine weitere Online-Ausstellung auf bbkult.net. Dort sind auch die aktuellen Programminformationen des CeBB zu finden.

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