Die Gebrüder Asam, die Baumeisterfamilie Dientzenhofer und viele andere schufen großartige barocke Bauwerke in Bayern und Böhmen. Die baugeschichtlichen Verbindungen im Stil und im Schaffen der Barockzeit herauszustellen und ihren Glanz grenzüberschreitend zu verbreiten, widmet sich mit einem Schwerpunkt das von der EU im Ziel ETZ-Programm geförderte und vom Bezirk Oberpfalz unterstützte dreijährige Projekt Barockregion Bayern-Böhmen unter Federführung des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) in Schönsee.
Mit dabei sind von tschechischer Seite die Projektpartner Pilsen 2015 und Kulturista, die weitere Aktivitäten rund um das Thema Barock beisteuern. Kloster Kladruby (Kladrau), der Wallfahrtsort Marianská Týnice (Maria Teinitz), die Schlösser Mantín, Kozel, Plasy und Nebílovy sind nur einige in der langen Kette wertvoller barocker Baudenkmäler in Westböhmen, die den Oberpfälzer Barockschätzen in Waldsassen, Ensdorf, Theuern, Alteglofsheim, Amberg und Regensburg, ebenfalls nur ein paar Orte herausgegriffen, in nichts nachstehen und zu den 100 Barockschätzen zählen, die das CeBB grenzüberschreitend präsentiert.
Lange Erfahrungen
Das CeBB hat langjährige und gute Erfahrungen mit Kulturtouren und weiß, dass viele Kulturinteressierte lieber gemeinsam, unter fachkundiger Führung, das Nachbarland erkunden. Dies war der Auslöser, im Rahmen des Projekts interessierten Gästeführern auf bayerischer Seite in einem Wochenendseminar intensive Einblicke in das gemeinsame Kulturerbe des Barock zu geben.
Mit dem dritten Oktoberwochenende hatten die 14 Gästeführer der bayerischen Seite, die an den zwei Tagen eine Intensivfortbildung zu den westböhmischen Barockjuwelen erhielten, obendrein noch goldenes Herbstwetter. Stationen waren am Samstag das Kloster Kladruby, ein Werk des berühmten böhmischen Baumeister Santini-Aichl, der den Stil der "Barock-Gotik" hier zur Vollendung brachte und die Stadt Klatovy (Klattau), die mit der Barockapotheke "Zum weißen Einhorn" ein nationales Kulturdenkmal und überregional beachtetes Museum besitzt.
Unter der Leitung von Gästeführerin Eva Ehmann, Weiden, assistiert vom zweisprachigen CeBB-Mitarbeiter Sebastian Lesák, erweiterten die ausgebildeten Experten für Sehenswürdigkeiten in der Oberpfalz und im Geopark Bayern Böhmen am Sonntag ihre Kenntnisse über Barock in Westböhmen bei einer hochinteressanten Rundfahrt von Tachov (Tachau) mit Schloss, Franziskanerkloster und Reitschule über die Propstei und Wallfahrtskirche Mariánská Týnice, dem Barockzentrum der Region Pilsen und zum Kloster Plasy.
Das wurde im 17. und 18. Jahrhundert großzügig im Barockstil nach Plänen bedeutender Meister der Barockkunst, unter ihnen Jean Baptiste Mathey, Johann Blasisus Santini-Aichl und Karl Ignaz Dientzenhofer, umgebaut.
Die Exkursionsteilnehmer versprachen, die großartigen und für viele überraschenden Eindrücke in ihre zukünftigen Tourangebote einzubeziehen. Dies ist ganz im Sinn der Verantwortlichen im CeBB mit Trägervereinsvorsitzender Irene Träxler und Leiterin Dr. Veronika Hofinger.
Ein paar Tage vor dem Gästeführerseminar präsentierten beide das neue Banner für die Barockregion Bayern Böhmen an der Außenfassade des ehemaligen Kommunbräuhauses als unübersehbare Werbebotschaft für die nächsten beiden Projektjahre.
Positive Eindrücke
"2019 werden das CeBB und seine tschechischen Partner Barock in Bayern und Böhmen mit einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm in Szene setzen. Wir hoffen natürlich, dass die Gästeführer bei der Exkursion auf den Geschmack gekommen sind und in Zukunft Touren anbieten, die den Oberpfälzern die barocke Pracht Westböhmens näher bringt" sagte CeBB-Leiterin Veronika Hofinger, als sie von den durchweg positiven Reiseeindrücken der Gästeführer erfuhr.















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