10.08.2021 - 09:41 Uhr
SchönseeOberpfalz

Handwerker arbeiten mit Hochdruck am Schönseer Bürger-Aktiv-Zentrum

Der Stillstand beim Umbau der alten Schönseer Turnhalle ist vorbei: Maurer, Maler, Elektriker, Heizungs- und Sanitärfachleute werkeln auf der Baustelle. Der verzögerte Start lässt die Zielvorgabe für das Bürger-Aktiv-Zentrum wackeln.

Bürgermeister Reinhard Kreuzer und Armin Ebnet (Bauabteilung) besprechen Details auf der Baustelle.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Seit März 2019 befindet sich das Projekt "Bürger-Aktiv-Zentrum" im Förderprogramm "Innen statt Außen" der Regierung der Oberpfalz. Erst die in Aussicht gestellten Zuschüsse machten eine Renovierung der in die Jahre gekommenen Turnhalle möglich, welche zu einem Mehrgenerationentreff umgebaut wird. Die Entkernung der Halle erfolgte noch im Winter 2019/2020. Danach lag das Projekt einige Monate "auf Eis".

Architekt Christian Schönberger stellte dem neuen Stadtratsgremium das überarbeitete Konzept im September 2020 vor. Auf der Bürgerversammlung am 1. Oktober konnte dann auch die Bevölkerung ihre Wünsche vorbringen. Am 24. November diskutierte der Stadtrat nochmals etliche Details, von der Anzahl der Duschen bis zur Teeküche, und genehmigte schließlich die endgültige bauliche Version. Nach der Prüfung durch die Regierung der Oberpfalz erfolgte im Winterhalbjahr die Ausschreibung der Gewerke.

Glasbausteine entfernt

Seit Wochen bevölkern nun die Handwerker die ehemalige Turnhalle. Als erstes wurde im Frühjahr die Glasbaustein-Fassade entfernt. Das Schönseer Bauunternehmen Michael Spichtinger mauerte eine zwei Meter hohe Prallwand auf. "Aufgrund der Unfallgefahr wollten wir keine bodennahen Fenster", informiert Bürgermeister Reinhard Kreuzer beim Pressetermin auf der Baustelle. Ende Juni wurden dann die sechs großformatigen Fenster gesetzt. "Die zwei äußeren haben einen Kippflügel", erklärt Armin Ebnet von der Bauabteilung des Rathauses im Hinblick auf die neue integrierte Lüftungsanlage. Aktuell wird die Dämmung an die eingerüstete Außenfassade angebracht. Die Malerfirma Dietz aus Gaisthal ist mit weiteren vorbereitenden Arbeiten für den Putz beschäftigt. Maler Josef Hellerbrand vom städtischen Bauhof ist mit von der Partie."Das Farbkonzept der Fassade steht noch nicht", sagt Reinhard Kreuzer. Wie Armin Ebnet verrät, ist die Farbgebung im Innenbereich in den Tönen grün/grau angedacht - angelehnt an das Wappen der Seerosenstadt.

Barrierefreier Zugang

Der Haupteingang befindet sich im Untergeschoss an der Straße Am Hopfengarten. Übers Treppenhaus des Zwischentraktes geht es hoch zum neuen Aktiv-Treff. Ein barrierefreier Zugang ist über den Noteingang möglich. Hier sollen noch zusätzliche Parkplätze entstehen. Im Innenbereich hat sich schon einiges getan. Fertig montiert ist das Grundgerüst für die Deckenstrahlplatten der künftigen Heizung. Wie der Bürgermeister beim Blick nach oben erklärt, wird die Elektrotrasse noch abgehängt und runde Designkreise (Lampen) montiert. Auf die Elektrofirma Hösele GmbH aus Nabburg wartet noch jede Menge sichtbarer Kabelsalat. "Die geplante Fertigstellung im November wackelt", stellt Kreuzer fest. Dies liege zum einen an der Material-Verfügbarkeit (aufgrund der Corona-Pandemie gab es einige Engpässe) und auch an "nachträglich festgestellten Baumängeln, so dass noch Wände verputzt werden mussten".

Die "Einrichtung" der renovierten Halle wird eine Nutzung für alle Generationen möglich machen. Während am vorderen Giebel eine Multicross-Kletterwand entsteht, wird es an der gegenüberliegenden Seite eine Bühne samt Beleuchtungssystem geben. "Der Stadtrat hat sich dafür ausgesprochen", stellt Kreuzer fest und ergänzt im Hinblick auf die geführte Diskussion: "Wenn wir es jetzt nicht machen, wird es nie mehr was."

Im Umkleidetrakt (plus zwei Duschen und drei Toiletten inklusive Behinderten-WC) wurde die Installation bereits komplett erneuert (Spenglerei Schieber aus Schönsee; Heizung/Lüftung Gietl aus Nabburg). Der frühere Lehrer-Umkleideraum, welcher der Hauptschule auch als Notarztzimmer diente, wird zur Teeküche umgebaut. Über den Lagerraum, der künftig Vereinen und Gruppen dienen soll, geht es hinaus ins Freie. Der Blick fällt auf den Leerstand des früheren Hauptschulgebäudes. "Eine schwierige Angelegenheit", meint Reinhard Kreuzer. Vorne, beim ebenfalls rund 50 Jahre alten Zwischentrakt in Richtung Grundschule, endet die aktuelle Maßnahme. "Die Schindelfassade gehört zum Altbestand. Diese wird uns noch viele Tausend Euro kosten", stellt der Bürgermeister abschließend fest.

Die Turnhalle Schönsee wird zum Aktivtreff umgebaut

Schönsee
Hintergrund:

Der Zeitplan

  • März 2019: Aufnahme ins Förderprogramm "Innen statt Außen"
  • Winter 2019/2020: Entkernung der alten Turnhalle
  • September/Oktober 2020: Ideen-Diskussion im Stadtrat und in der Bürgerversammlung
  • November 2020: Stadtrat beschließt Konzept zur Vorlage bei der Regierung der Oberpfalz
  • Winter 2020/21: Ausschreibung der Gewerke
  • Frühjahr 2021: Handwerker starten mit Sanierung/Umbau
  • Die geplante Fertigstellung im November 2021 ist voraussichtlich nicht zu halten

 

 

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