19.01.2021 - 15:27 Uhr
SchönseeOberpfalz

Das Jahr 2021 in Schönsee: Spannende Großprojekte im Visier

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Der Bürgermeister blickt optimistisch ins neue Jahr. Der STE-Neubau kann als Pilotprojekt verwirklicht werden und auch für ein Seniorenzentrum in der Altstadt schaut es gut aus. Neue Wege will Schönsee mit neuen Energien gehen.

Bürgermeister Reinhard Kreuzer freut sich auf das Jahr 2021. Einige Projekte, die er nach seiner Wahl im Mai 2020 anpackte, will er im laufenden Jahr auf Schiene setzen.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Ein Wintermärchen vor der Haustür und ein gut gelaunter Bürgermeister im Amtszimmer: Reinhard Kreuzer wartet im Gespräch mit Oberpfalz-Medien mit interessanten Neuigkeiten auf. „Einen Tag vor Weihnachten ging die Genehmigung für den STE-Neubau aus dem Landratsamt ein.“ Der seit Mai 2020 amtierende ehrenamtliche Schönseer Bürgermeister freut sich über die Tatsache, dass die Sozialtherapeuthische Einrichtung Lindau (STE) am Ort bleiben kann. „Dass gebaut wird, ist sicher.“ Als einzig passende Fläche habe sich der ehemalige Schulsportplatz herauskristallisiert. Statt einem Standard-L-Bau sollen hier sechs einzelne Bungalows mit einem Zweckbau entstehen. „Es ist ein Pilotprojekt der Bezirksregierung“, stellt Kreuzer fest.

Näheres zum geplanten Seniorenzentrum in Schönsee

Schönsee

Vierte Variante in Arbeit

Auch in Sachen Seniorenzentrum tut sich etwas. „Es wird derzeit die vierte Variante der Machbarkeitsstudie verfasst“, erklärt er und ergänzt: „Die Fachstellen streiten sich noch um Feinheiten wie die Dachform.“ Der Bürgermeister will die Studie nach Fertigstellung bei einer eigens angesetzten Stadtratssitzung Mitte Februar vorstellen. Wie eine Skizze zeigt, soll sich das Alten- und Pflegeheim von der Hauptstraße über die Kirchstraße bis hinauf zur Pfarrgasse erstrecken. Aus einigen Leerständen mit Hinterhöfen kann mitten in der Stadt ein großzügiges Areal für einen Bauträger entstehen.

Reinhard Kreuzer zieht noch einen Trumpf aus dem Ärmel: Die Stadt Schönsee will die Energieversorgung aller städtischen Gebäude plus der zwei Großprojekte in neue Wege leiten. Anschließend ans STE-Gebäude ist am alten Schulsportplatz ein Hackschnitzelheizwerk geplant, welches die Stadt mit einer eigens gegründeten GmbH selber betreiben will. Von hier sollen nicht nur die Sozialtherapeuthische Einrichtung, sondern auch die alte Hauptschule, die Grundschule und das Seniorenzentrum versorgt werden. „Eventuell können auch private Hausbesitzer anschließen“, ergänzt der Bürgermeister. Für die städtischen Gebäude auf der anderen Seite der Hauptstraße (Rathaus, Zäch-Haus, CeBB) sei Biogas angedacht. Kreuzer betont: „Wir sind gut im Rennen. Der Antrag für das Energiekonzept liegt der Förderstelle schon vor.“

Großes Augenmerk will der neue Bürgermeister auf die Schaffung von Gewerbeflächen legen: „Wir sind bezüglich großer Grundstücke am Verhandeln.“ Die vollste Unterstützung sagt er den „noch vorhandenen Gewerbetreibenden“ zu, damit sich diese „in Schönsee halten und zu Schönsee stehen können“. Auf die Nachfrage nach einem konkreten Beispiel merkt man Kreuzer an, dass er dieses mit viel Freude verkündet: „Köck macht weiter!“ Nachdem Josef Köck im Herbst 2020 die Schließung seines Kaufhauses für Januar 2021 verkündet hatte, sei versucht worden, Rahmenbedingungen zu schaffen, um einen Fortbestand des Geschäfts in der Hauptstraße zu erreichen. „Ich begleite das Thema sehr aktiv mit“, betont der Bürgermeister und will nur so viel verraten, dass sich ein Kreis Personen hervorgetan hat, um das bestmöglichste zu erreichen. „Vielleicht wird es sogar möglich, innerorts einen Nahversorger mit anzusiedeln.“

Chancen für Häuslebauer

Nicht versäumen will es der Bürgermeister, für den privaten Wohnungsbau Bauland zu erschließen. Geplant sei kein neues Baugebiet, sondern Ortsabrundungen und ein Lückenschluss, wie beispielsweise beim Osterbrunnen und am alten Spielplatz. Auch Leerstände würden berücksichtigt. „Die Planung kommt heuer zum Abschluss. Wir können noch in 2021 Parzellen anbieten“, bekräftigt Kreuzer. In größeren innerörtlichen Leerständen will die Stadt selber mit dem Thema „sozialer Wohnungsbau“ in Vorplanung gehen und diese noch heuer anlaufen lassen. „Junge ehemalige Schönseer suchen Leerstände, die sie sanieren können“, informiert das Stadtoberhaupt. Dafür habe der Stadtrat mit der Erhöhung der städtebaulichen Fördersumme von 30 000 auf 80 000 Euro ein gutes Signal gegeben.

Beim Straßenbau stehen 2021 als dringlichste Sanierungen die Nürnberger Straße und Münchener Straße im Plan. Ebenso soll die Freyung als letzte Straße im Stadtbaufördergebiet, quasi als Abschluss der Stadtsanierung, auf den Weg gebracht werden. Im Laufen sei bereits die Erschließung des zweiten Hochbehälters „Ochsenlohe“ für die Trinkwasserversorgung von Schönsee und Gaisthal. Im Ortsteil Gaisthal sollen die alten Wasserleitungsrohre (Gusseisen) ausgetauscht werden und in der Frauensteinstraße stehen neue Leitungen für Kanal und Wasser an. Freuen kann sich das Bauhof-Team: In Kürze wird ein neuer „Holder“ (Multifunktionsfahrzeug) geliefert und die Personalstärke soll etwas erhöht werden. „Das Zäch-Haus ist belebt“, informiert der Bürgermeister und lenkt den Blick zum Ende des Gesprächs zurück auf das Großprojekt 2020. Der ILE-Manager richte hier gerade sein Büro ein und einen weiteren Raum bekomme ein Bediensteter der Stadt.

Das Trauzimmer kann bereits in Anspruch genommen werden. Für die Planung der offiziellen Eröffnung, an welcher auch Vertreter des Bezirks Oberpfalz teilnehmen, müsse die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie abgewartet werden. „Wenn die öffentlichen Mittel so fließen, wie wir sie brauchen, können wir alles ohne Probleme umsetzen“, bekräftigt Bürgermeister Reinhard Kreuzer im Hinblick auf den in Arbeit befindlichen Haushaltsplan 2021.

„Vielleicht wird es sogar möglich, innerorts einen Nahversorger mit anzusiedeln.“

Bürgermeister Reinhard Kreuzer verkündet, dass es das Kaufhaus Köck weiterhin geben wird

Beim Straßenbau ist die sanierungsbedürftige Fahrbahn in der Freyung ganz vorne mit dabei.

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