06.12.2019 - 11:05 Uhr
SchönseeOberpfalz

Nachbarschaftspflege des Centrum Bavaria Bohemia kennt kaum Pausen

Weit vorangeschritten ist die Programmplanung des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) für das nächste Jahr. Schon jetzt steht eine Fülle von Terminen, Veranstaltungen und Aktionen mit grenzüberschreitender Ausrichtung im Kalender .

Unter der Leitung von Veronika Hofinger (Vierter von links) bereitet das Team des CeBB das Veranstaltungsprogramm 2020 vor. Dabei wirken (von links) Veronika Křížková, Susanne Setzer, David Vereš, Erich Schlicker, Veronika Kaštánková, David Bender und Ivana Danisch mit.
von Hans EibauerProfil

Als CeBB-Leiterin Veronika Hofinger bei der Mitgliederversammlung des Trägervereins "Bavaria Bohemia" in ihrem Ausblick auf 2020 die Vielfalt der Projekte, Programme und Aufgaben vorstellte, machte sich Vorfreude unter den Mitgliedern breit. Unter der Dachmarke "Kultur ohne Grenzen – Begegnung Bayern-Böhmen" finden wieder eine Reihe von Veranstaltungen statt. Hier finanzieren der Deutsch-tschechische Zukunftsfond (DTZF) und der Landkreis Schwandorf gemeinsam mit.

Zu den Veranstaltungen gehören das Bayerisch-Böhmische Volkstanz- und Volksmusiktreffen am 26. Januar, die Preisverleihung Brückenbauer in der zweiten Märzhälfte, die Präsentation der Region Karlsbad im April und Mai, die Sommerausstellung „Grünes Band“ von Ende Juni bis Mitte September, die Bayerisch-Böhmische Musik- und Biernacht in Weiding am 12. September. Außerdem finden allein in der ersten Jahreshälfte an sieben Wochenenden die gefragten Tschechisch-Crashkurse statt.

Der Freistaat Bayern steht im Diagramm der CeBB-Förderpartner seit einigen Jahren an erster Stelle. Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst finanziert die Koordinierungsstelle für die bayerisch-tschechische kulturelle Zusammenarbeit im CeBB mit. Seit 2019 mit einem höheren Betrag – wegen der gestiegenen Nachfrage nach Beratungsleistungen. Sehr fruchtbar ist auch die Zusammenarbeit zwischen CeBB und Staatsministerium für Finanzen und Heimat. Im Projekt „Kulturstadt Bayern-Böhmen“ steht nächstes Jahr Schwandorf im Fokus. Begleitet durch eine 90-prozentige Förderung durch das Ministerium, werden die grenzüberschreitenden Verbindungen der Kreisstadt mit dem Grenzraum herausgestellt. Höhepunkt ist die "Woche der Nachbarn" von 20. bis 24. Mai. Zwischen Frühjahr und Herbst wird Schwandorf seiner Rolle als „Kulturstadt Bayern-Böhmen“ bei über 40 Veranstaltungen gerecht. Höhepunkt zum Ausklang des Kulturstadtjahres ist das Konzert der Südböhmischen Philharmoniker am 19. September beim Unternehmen Horsch.

Das Großprojekt "Barockregion Bayern-Böhmen" wird 2020 mit Veranstaltungen und Konzerten in barocken Kirchen, Schlössern und profanen Bauten in der Oberpfalz, Niederbayern, Oberfranken und den Regionen Pilsen und Karlsbad fortgesetzt. Ein Termin steht schon fest: Am 27. Mai findet zu den Eisenbarth-Festspielen ein barockes Orgelkonzert in der Oberviechtacher Stadtpfarrkirche statt.

Neben den federführend betreuten Projekten, über die das CeBB großenteils sein hauptamtliches Team und die Sach-, Organisations- und Koordinierungskosten finanziert, hat sich die Stadt Schönsee mit dem CeBB als Organisator dem Land-Art-Projekt „Verbinden und Zusammenwachsen – von Land zu Land“ der Galerie Klatovy/Klenová angeschlossen. Zu den weiteren Partnern gehören das Institut für Kunst und Design der Uni Pilsen und die Stadt Vilseck. Die Initiative hat markante Zeichen in der Landschaft auf der Bügellohe und auf dem Weg von Friedrichshäng nach Plöß geschaffen. In 2020 sind weitere Aktionen geplant.

Weiter widmet sich das CeBB, vom Zukunftsfond komplett finanziert, grundsätzlichen Themen der Zusammenarbeit im Projekt „Zukunft Nachbarschaft“. In Gesprächsforen und medialen Kommunikationsplattformen werden Antworten auf folgende Fragen gesucht: „Wie steht es 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs um die deutsch-tschechische Nachbarschaft? Welche Themen und Zielgruppen werden künftig eine Rolle spielen? Wie kann eine Institution wie das CeBB neue Themen und Zielgruppen erschließen?

Zum Programm gehören auch die deutsch-tschechischen Stammtische, die abwechselnd jeden ersten Mittwoch im Monat in Schönsee in der Pizzeria "La Strada" und in Rybník im Restaurant des Freizeitzentrum stattfinden. „Team und Trägerverein setzten alles daran, mit den Projekten und den Veranstaltungen ein breites Publikum zu erreichen", fasste Veronika Hofinger zusammen. Das CeBB wolle seiner Rolle als Kulturdrehscheibe zwischen Bayern und Böhmen auch im kommenden Jahr wieder gerecht werden.

Das Land-Art-Projekt "Verbinden und Zusammenwachsen" - hier das Objekt in der Bügellohe beim Aufbau in diesem Sommer - soll im nächsten Jahr weitergehen.
Kulturtouren und Tschechisch-Kurse:

Bei den Kulturtouren von Bavaria Bohemia stehen als Termine im nächsten Jahr bereits fest

18. Januar: Fidelio, Staatsoper Prag; 8. Februar: deutsch-tschechischer Repräsentations- und Kulturball, Pilsen; 5. bis 7. Juni: Sommer-KulturTour nach Litoměřice (Leitmeritz) und Umgebung; 29. August bis 2. September: Kultur & Radtour auf dem Eger-Radweg. Weitere Touren sind in Vorbereitung, jedoch noch nicht endgültig terminiert. Anmeldungen jeweils bei Susanne Setzer im CeBB.

Tschechisch-Crashkurse im ersten Halbjahr:

15./16. Februar: Aufbaukurs VII; 14./15. März: Anfängerkurs; 21./22. März: Aufbaukurs VIII; 25./26. April: Anfängerkurs; 16./17. Mai: Aufbaukurs IX; 13./14. Juni: Aufbaukurs; 27./28. Juni: Anfängerkurs II. (eib)

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