08.09.2020 - 16:30 Uhr
SchönseeOberpfalz

Der neue Kindergarten in Schönsee kommt gut an

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Schön ist er geworden, der neue Kindergarten für das Schönseer Land. Platz ist für 75 Mädchen und Buben, die hier seit rund einer Woche auf Entdeckertour gehen. Auch Wünsche von Eltern und Personal sind erfüllt.

Ein großer runder Teppich ist das Herzstück der drei Gruppenräume. Hier treffen sich die Kinder zu festen Ritualen wie dem gemeinsamen Gebet.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Das Ausweichquartier in der Grundschule ist geräumt: Seit 31. August werden alle Kinder im Neubau betreut. "Es fehlen noch Kleinigkeiten wie die Deko", sagt die stellvertretende Leiterin Elisabeth Bittner beim Rundgang durch den lichtdurchfluteten Neubau. Im Außenbereich (Parkplatz und Spielplatz) sind die Bauarbeiter noch beschäftigt. Die offizielle Einweihungsfeier ist deshalb auch erst für April 2021 geplant.

Die Grundsteinlegung für den neuen Kindergarten Schönsee

Schönsee

Geduld gefragt

Als die Pläne der Katholischen Kirchenstiftung St. Wenzelslaus Schönsee für einen Kindergarten-Neubau im November 2017 im Stadtrat vorgestellt wurden, stand noch ein möglicher Baustart in den Osterferien 2018 mit Einzug im September 2019 im Raum. Doch so schnell ging es aufgrund verschiedener Faktoren dann doch nicht. Die Grundsteinlegung erfolgte schließlich im Mai 2019. "Das Gebäude entsteht für Kinder, die unsere Zukunft sind", sagte Pfarrer Wolfgang Dietz damals auf der Baustelle.

Das Kinderhaus "Kleine hl. Theresia" an der Eslarner Straße steht unter der Trägerschaft der Katholischen Kirchenstiftung St. Wenzelslaus Schönsee. Hier werden knapp 100 Kinder im Alter ab 12 Monaten bis zur zweiten Klasse aus den drei Gemeinden des Schönseer Landes in fünf Gruppen betreut: Die Kinderkrippe Lausemaus, die rote, grüne und gelbe Kindergartengruppe, sowie die Schulkinder der Schlauer-Power-AG. Die bestehende Krippe und der Kindergarten-Neubau verfügen jetzt über einen gemeinsamen Eingangsbereich mit Kinderwagen-Abstellplatz, Eltern-Wartebereich und Zugang zum Garten.

Elisabeth Bittner zeigt auf die Schmutzschleuse mit vielen bunten Kinderstiefeln und Brauseschlauch: "Das war unser großer Wunsch." Sie lobt die tollen Lösungen des Architekten Christian Schönberger und betont, dass das Kinderhaus-Team unter der Leitung von Anja Herdegen "super mitreden hat dürfen." Das Büro und der Personalbereich (Besprechungsraum, Teeküche) punkten mit Blick zum Eingang. Ebenfalls im Norden ist der Waschraum mit Mini-Toiletten, Pissoir und Wickelplatz angesiedelt.

Gegenüber - nach Süden ausgerichtet - liegen die drei Gruppenräume für 75 Kinder. Links und rechts schließt sich jeweils ein Motto-Funktionsraum an. Die sechs Themen-Schwerpunkte fördern zu der üblichen Gruppenraumausstattung mit Bau-, Puppen- und Kuschelecke die Kreativität der Mädchen und Buben. So gibt es beispielsweise eine Bühne mit Garderobe und Zuschauerplätzen, eine Forscherwerkstatt mit Experimentiertisch, ein Ruheraum mit riesiger Höhle und eine Bücherei mit Laptop und Vorschulspielen. "Die Kinder können alle Räume nutzen", betont Bittner. Durch Glaselemente in den Schiebetüren ist ein Blick-Korridor durch die gesamte Front gegeben. Die hellen Birke-Möbel verstärken das freundliche Ambiente.

Kletterwand und Rutsche

Zum Morgengebet oder zum Mittagskreis ist Treffen auf dem großen grünen Teppich. Jede Gruppe hat ab Frühjahr 2021 einen eigenen Bereich im Garten. Durch den großzügigen Dachüberstand gibt es weitere, gut nutzbare Freiräume. Aus dem Turnraum klingt Kinderlachen: Zwischen Kletterwand und Rutsche ist viel Platz zum Austoben. Am Ende des Gangs liegt der Speisesaal. Etwas abgetrennt treffen sich hier auch die zwölf Grundschulkinder der Mittagsbetreuung. Für sie gibt es größere Stühle und eine eigene Garderobe. Etwas Besonderes ist die pädagogische Kochecke mit Backofen auf Kinderhöhe.

Der technische Anbau (Funktionsgebäude für Heizung und Lager) grenzt das Gelände ein. Die Parkplätze sollen in rund zwei Monaten fertig sein. Dann können auch die Eltern die Annehmlichkeiten des neuen Kindergartens voll genießen. Übrigens: Die Eingewöhnungsphase wurde aufgrund der Corona-Pandemie gestaffelt: Pro Tag wird nur ein neues Kind aufgenommen, damit nicht so viele Eltern gleichzeitig anwesend sind. Der Virus sorgte auch dafür, dass der Umzug vom Ausweichquartier in den Neubau vom Personal alleine gestemmt werden musste.

Hintergrund:

Der Zeitplan

November 2017: Bauantrag; März 2018: Baugenehmigung; Oktober 2018: Umzug in das Ausweichquartier der Grundschule; Februar 2019: Abbruch des alten Kindergartens; Mai 2019: Grundsteinlegung; August 2020: Einzug; April 2021: Einweihungsfeier (geplant). Die Baukosten betragen rund 2,7 Millionen Euro.

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