21.08.2020 - 13:52 Uhr
SchönseeOberpfalz

Nur wenig Zeit für einen Neubau

Die Zeit drängt: In diesem Jahr läuft der Pachtvertrag der STE, der Sozialtherapeuthischen Einrichtung in Schönsee aus. Wegen fehlender Barrierefreiheit muss ein neues Heim gebaut werden.

Das bisherige Gebäude kann bald nicht mehr genutzt werden. Die STE braucht einen neuen Standort. Bürgermeister Kreuzer sieht gute Chancen für den Fortbestand der Einrichtung in Schönsee.
von Elfriede WeißProfil

Die Trägerschaft des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) und der Fortbestand der Sozialtherapeutischen Einrichtung STE in Schönsee waren zwei Themen, die beim Besuch von MdL Joachim Hanisch (Freie Wähler) bei Bürgermeister Reinhard Kreuzer angesprochen wurden.

Fester Geldgeber

Nach der Begrüßung im Rathaus ging es zum ehemaligen Zäch-Stadel, dessen Sanierung den Abgeordneten sehr beeindruckte. Im CeBB empfing Dr. Veronika Hofinger die Abordnung und stellte die laufenden Projekte dar, die wegen der Coronabeschränkungen in abgespeckter Form durchgeführt werden: Das Barockprojekt und "Kulturstadt Bayern-Böhmen" in Schwandorf. Für das Projekt "Grünes Band" , das im CeBB mit einer Ausstellung von Fotos entlang des Eisernen Vorhangs dargestellt wird, dient das CeBB als Koordinierungsstelle. Große Instabilität, was die Finanzen angeht, sieht Hofinger in der Trägerschaft. Der Verein könne die vielfältigen Aufgaben nur begrenzt stemmen. Landkreis und Bezirk sollten als Zweckverband die finanzielle Basis als Träger übernehmen, so ihre Meinung.

Nachsorgeeinrichtung für Suchtkranke

Joachim Hanisch sah die Trägerschaft beim Verein gut angesiedelt, der Bezirk müsste aber nicht nur als projektbezogener, sondern als fester Geldgeber auftreten und eine solide Grundförderung übernehmen. „Das CeBB ist eine einmalige Institution in der Oberpfalz", hob Hanisch hervor, „die Erhaltung von Kulturgut ist sicher auch dem Bezirk ein großes Anliegen."

Pachtvertrag läuft aus

Weitere Station war die "STE", die Sozialtherapeuthische Einrichtung, in der Inge Hirschleb die Gäste empfing. Sie berichtete vom Pachtvertrag, der 2020 auslaufe. Die weitere Nutzung des Hauses als therapeutische Einrichtung sei wegen gesetzlicher Vorschriften nicht mehr erlaubt, unter anderem wegen fehlender Barrierefreiheit. Die Zeit dränge, in etwa einem Jahr müsse das Haus geräumt sein. Mit 27 Arbeitsplätzen sei die Einrichtung ein guter Arbeitgeber für die Region, den es zu erhalten gelte. Bürgermeister Kreuzer blickt der Realisierung eines Neubaus auf städtischem Grund zuversichtlich ins Auge, ein Investor habe bereits Interesse gezeigt. Allerdings müssten noch Gespräche mit der Regierung geführt werden, besonders hinsichtlich des Förderprogramms „Innen statt außen".

MdL Hanisch versprach, sich dafür einzusetzen: „Wir müssen für den Erhalt in Schönsee kämpfen. Es ist ganz wichtig, die Arbeitsplätze zu behalten."

Bürgermeister Reinhard Kreuzer (rechts) und Stadtrat Andreas Hopfner (links) erörterten mit MdL Joachim Hanisch wichtige Themen wie den Fortbestand der Sozialtherapeutischen Einrichtung (STE) in Schönsee.
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