11.10.2020 - 13:43 Uhr
SchönseeOberpfalz

Raiffeisenmarkt bleibt Schönsee erhalten

Schließung nur ein Gerücht: Markt vergrößert Sortiment für täglichen Bedarf mit Produkten aus der Region

Bürgermeister Reinhard Kreuzer (von links) und sein Stellvertreter Andreas Hopfner trafen sich mit Vertretern des Raiffeisenmarktes Schönsee. Die gute Mitteilung: Der Markt schließt nicht, sondern erweitert sein Sortiment.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Zwei Geschäftsaufgaben in der Schönseer Hauptstraße in zwei Jahren: Nach dem Luger-Edeka-Markt im Vorjahr hat im September auch das Kaufhaus Köck seine Schließung bekanntgegeben. Seit einigen Wochen kursierte eine weitere Meldung durch die Stadt: "Der Raiffeisenmarkt macht zu." Doch wie Bürgermeister Reinhard Kreuzer in einem Presseartikel informiert, steht ein weiterer Verlust nicht an. "Für den Markt in der Bahnhofstraße kann Entwarnung gegeben werden. Geschlossen wird nur zwei Wochen lang für einen Umbau. Und das Ergebnis wird die Bürger des Schönseer Landes freuen: Die Nahversorgung mit gesunden Nahrungsmitteln wird ausgeweitet."

Schönsee

Gute Nachrichten

Nachdem die Gerüchteküche zwecks möglicher Schließung des Raiffeisenmarktes Schönsee brodelte, schaute Bürgermeister Reinhard Kreuzer mit Stellvertreter Andreas Hopfner zu einem offiziellen Termin im Markt vorbei. Bei dem Treffen überbrachten der Leiter der Waren-GmbH, Michael Herrmann und der Vorstandssprecher der VR Bank Mittlere Oberpfalz, Bernhard Werner, eine frohe Botschaft: Die Raiffeisen-Waren GmbH bleibt der Stadt Schönsee erhalten.

"Die Raiffeisen macht zu", war es in der Vergangenheit häufig zu hören. Doch das beziehe sich nur auf den Standort Eslarn, der zur Raiffeisen Neustadt-Vohenstrauß gehört, betonte Michael Herrmann. Aber er hatte trotzdem etwas Neues für den Standort Schönsee, der 2019 sein 10-jähriges Jubiläum feiern konnte, parat: "Der Markt wird umgebaut und umorganisiert." Dafür sei ein Umbau mit einer rund 14-tägigen Schließung angesetzt. Bei der Neugestaltung soll die Regionalität noch stärker betont werden. Etwa 70 Prozent der regionalen Produkte bezieht die Raiffeisen bereits vom Verein "Land&Gut". Künftig sollen die Waren von Direktvermarktern gebündelt angeboten werden. Bernhard Werner sieht es als Auftrag der Genossenschaft, Nahversorger zu sein und zu bleiben. Das "Update" des Marktes orientiere sich an den Bedürfnissen der Bevölkerung. Diese wolle sich zunehmend gesund ernähren und auch etwas über Anbau und Herstellung der Nahrungsmittel wissen. "Diese Bewegung kann man schon seit geraumer Zeit beobachten, Corona aber befeuert dieses Umdenken", beschreibt Bernhard Werner die Entwicklung.

Wünsche äußern

"Dementsprechend wird die Produktpalette für den täglichen Gebrauch erweitert." Werner wendet sich direkt an die Bevölkerung. "Es wird zwar kein Wunschkonzert, aber trotzdem freuen wir uns über Ideen, was im Sortiment für den täglichen Bedarf noch fehlt." Anregungen können einfach an der Kasse kundgetan werden.

Bürgermeister Reinhard Kreuzer ist begeistert vom neuen Konzept. Er sieht dies als wichtigen Schritt, die Kaufkraft am Ort zu belassen und damit die hiesigen Geschäfte am Leben zu erhalten. Bis zur Umstellung haben die Raiffeisen-Mitarbeiter noch alle Hände voll zu tun. Denn für das neue Sortiment muss Platz geschaffen werden.                                              

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