05.07.2019 - 15:39 Uhr
SchönseeOberpfalz

Reise zu Welterbestätten und Naturphänomenen

Höhepunkt reiht sich an Höhepunkt bei der Sommerkulturtour des Centrum Bavaria Bohemia nach Südmähren. Besonderen Eindruck hinterließen Brünn als zweitgrößte Stadt Tschechiens, drei Unesco-Welterbestätten sowie der Mährische Karst.

Von der Sommerhitze auf 8 Grad heruntergekühlt bei der Bootsfahrt auf dem Punkva Fluss durch die Höhlen des mährischen Karsts
von Hans EibauerProfil

„Eine Traumreise mit vielen beeindruckenden Erlebnissen.“ Ähnlich wie ein Ehepaar aus der Hallertau äußerten sich viele Teilnehmer nach der Sommerkulturtour des CeBB und des Vereins Bavaria Bohemia – sehr zur Freude der Organisatoren Susanne Setzer, Gabi Dlubal und Kamila Spichtinger. Erste Station der gut vierzigköpfigen Reisegruppe auf der viertägigen Tour war die Wallfahrtskirche des Hl. Johannes von Nepomuk auf dem Zelená Hora (Grünberg). Sie wurde 1994 in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen.

Die Zahl Fünf spielt in dem Ensemble eine große Rolle: Fünf Kapellen mit dreieckigem Grundriss wechseln sich mit fünf Kapellen in Form eines Ovals ab. Fünf Eingänge führen in die Anlage. In der Kirche sind fünf Kapellen mit fünf Altären zu finden. All das in Anspielung auf die fünf Sterne, die der Legende nach den Leichnam von Johannes von Nepomuk umgaben. Nachmittags im Kontrast dazu das Museum der neuen Generation mit multimedialer Ausstellung, in der in die Zeit der Klostergründung zurück geblendet wird.

Gleich am ersten Abend in Brünn erlebte die Gruppe das pulsierende Leben der zweitgrößten Stadt Tschechiens mit rund vierhunderttausend Einwohnern. Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Industrie-, Hochschul- und Kulturstadt im Herzen Südmährens. Bei der Stadtführung durch die Altstadt gab es eine Fülle von Informationen über die Stadtgeschichte. Nächstes Bauwerk auf der Welterbeliste war die Villa Tugendhat des Bauhaus-Architekten Mies von der Rohe.

Der dritte Tag führte in den Mährischen Karst. Bei einem Rundgang und einer Bootsfahrt auf dem unterirdischen Fluss Punkva gab es faszinierende Einblicke in die Kalksteinwelt mit Tropfsteinhöhlen und der 138 Meter tiefen Macocha-Schlucht. Anschließend stand ein Abstecher zur Wallfahrtskirche Krtiny (Kiritein) auf dem Programm, einem der größten und schönsten barocken Sakralbauten in Mähren. Nächster Halt war das Schloss Slavkov (Austerlitz), wo nach der Dreikaiserschlacht der Waffenstillstand zwischen Österreich und Frankreich unterzeichnet worden war.

Einen funkelnden Abschluss erlebten die Gäste am letzten Abend in Brünn. Auf der Burg Spielberg erhellte ein gigantisches Feuerwerk den Nachthimmel. Am vierten Tag stand ein Besuch des Mahen-Theaters auf dem Programm sowie ein Abstecher in die Stadt Trebic (Trebitz), Auf der Rückfahrt bedankte sich das Reiseeam mit Susanne Setzer, Gabi Dlubal und Kamila Spichtinger bei der sehr interessierten Reisegruppe, die mit vielen neuen Eindrücken in die Oberpfalz heimkehrte.

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