Schönsee
07.03.2023 - 17:02 Uhr

"Seniorenwohnen" und die Frage der Trägerschaft

In Sachen "Seniorenwohnen" suchen die drei Schönseer Bürgermeister den Kontakt zum Landratsamt. In Schönsee kam ein Termin mit Landrat und Baugenehmigungsbehörde zustande.

Die drei Bürgermeister, Sabrina Zombek und Roland Gelke stellten Landrat Thomas Ebeling und den Vertretern der Bauabteilung das Modell des geplanten Quartiers in der Badergasse vor. Bild: Stadt Schönsee/exb
Die drei Bürgermeister, Sabrina Zombek und Roland Gelke stellten Landrat Thomas Ebeling und den Vertretern der Bauabteilung das Modell des geplanten Quartiers in der Badergasse vor.

Bei einer Zusammenkunft der drei Schönseer Bürgermeister Reinhard Kreuzer, Andreas Hopfner und Josef Fleißer zum Projekt "Seniorenwohnen" mit Landrat Thomas Ebeling und zwei Mitarbeitern der Baugenehmigungsbehörde wurde ein aktueller Überblick zum Thema „Seniorenquartier in der Badergasse“ gegeben. Auch Sabrina Zombek vom Architekturbüro Rösch und Roland Gelke von der Projektentwicklungsgesellschaft pro.b waren in der Runde vertreten.

Wie aus einer Pressemitteilung aus dem Rathaus hervorgeht, wurden bei dem Treffen die Gründe für die Verlegung des Projektes von der „alten Säge“ in die Innenstadt kurz erläutert. Bezug wurde auf den 2018 unterschriebenen Vertrag „innen statt außen“ genommen. Entsprechend sei die Planung in der Stadtmitte die einzige Möglichkeit gewesen, nicht vertragsbrüchig zu werden und der Stadt die bereits bezahlten wie auch künftigen Förderungen aus dem Programm zu sichern.

Sabrina Zombek erläuterte den Bedarf, stellte die aktuellen Pläne und Gedanken zur Umsetzung, sowie die einzelnen Bauabschnitte im Detail vor. Auch die zugehörigen städtebaulichen Auflagen, Vorgaben des Denkmalschutzes und Anforderungen an die pflegerische Versorgung wurden angesprochen.

Eine große Herausforderung

Landrat Thomas Ebeling habe – so die Pressemitteilung – in dem Projekt zwar eine große Herausforderung gesehen, aber auch gewürdigt, wie weit die Planungen bis dato schon gediehen seien. Da Denkmalschutz, Heimaufsicht und Städtebau von Anfang an mit eingebunden worden seien, sehe er von seiner Seite keine Hindernisse für eine Genehmigung, sobald die anderen Behörden grünes Licht geben würden. Insgesamt sei diese Einrichtung ein Vorzeigeprojekt – nicht nur für den Landkreis Schwandorf, sondern für die gesamte Oberpfalz.

Mitspracherecht behalten

Bürgermeister Reinhard Kreuzer sprach die geplante Energieversorgung an und ging auch auf die Frage der Finanzierung ein, die für das Seniorenwohnen noch nicht abschließend geklärt sei. Die Stadt Schönsee stehe vor Entscheidungen, wie sich das Projekt tragen solle. Eine Möglichkeit sei die Entwicklung einer Städtebaugesellschaft, so Kreuzer. Sollte sich der Stadtrat für diese Variante entscheiden, bliebe noch zu klären, in welcher Form eine solche Gesellschaft sinnvoll wäre. Wichtig sei, dass die Stadt bei den geplanten Projekten ein Mitspracherecht behalte – eine Gesellschaft würde eben dieses sicherstellen.

Bürgerbeteiligung denkbar

Roland Gelke ergänzte, dass auch eine Bürgerbeteiligung denkbar sei. Schließlich sei bei der Umsetzung solcher Projekte auch der Rückhalt in der Bevölkerung wichtig. Der Profit eines einzelnen Trägers sei dem Zuspruch wenig zuträglich.

Damit hatte sich die Frage des Landrats geklärt, ob die Fertigstellung durch die Stadt mit anschließender Übergabe an einen Träger eine gangbare Alternative sei. Denn auch von den entsprechenden Fachabteilungen sei diese neue Form der Pflege so gewollt und gefördert, erläuterte Roland Gelke, damit die Pflege im Alter auch künftig für die Gesellschaft finanzierbar bleibe. Der Landrat merkte an, dass er in einem solchen Fall zu einem Kommunalunternehmen tendieren würde.

Info:

Quartier an der Badergasse

  • Nutzungskonzept: Pflege (ambulant betreute Wohngemeinschaft mit 10 Plätzen, Tagespflege mit 15 Plätzen sowie vollstationäre Kurzzeitpflege) sowie Wohnen (14 barrierefreie Wohnungen, 5 Wohnungen für alle Altersgruppen), Gemeinschaft (Hofcafé, Dienstleister, öffentliche Grünfläche) und 45 Parkplätze.
  • Flächenbedarf: Wohnen (40 Prozent), Pflege (25 Prozent), Gemeinschaft (15 Prozent) und Parken (20 Prozent).
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