18.07.2020 - 08:30 Uhr
SchönseeOberpfalz

VG-Vorsitz: Schönseer Bürgermeister spricht von "gesteuerten Aktionen"

Für den Schönseer Bürgermeister Reinhard Kreuzer haben "machtpolitische Gründe" die Turbulenzen um den VG-Vorsitz ausgelöst. In einer Stellungnahme antwortet er auf Aussagen seines Stadlerner Amtskollegen Gerald Reiter.

von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Kreuzer reagierte damit auf den Bericht "Gerald Reiter sieht ,böswillige Unterstellung‘" (NT-Ausgabe vom 29. Juni) über die Sitzung des Stadlerner Gemeinderats. In den vergangenen 42 Jahren, so auch in der Amtszeit der ehemaligen Bürgermeisterin Birgit Höcherl, sei es keine Frage gewesen, wer Gemeinschaftsvorsitzender wird. "Ich kann mich zumindest nicht entsinnen, dass es in den vergangenen Jahrzehnten einen Gegenkandidaten gab", so Kreuzer. Er frage sich, wieso gerade jetzt der Sinneswandel von Gerald Reiter kam, für den Vorsitz der Gemeinschaftsversammlung zu kandidieren. "Wieso hat er sich nicht bereits vor sechs Jahren bei der Wahl zum Vorsitzenden aufstellen lassen?"

Schließlich habe auch ein sehr erfahrener Altbürgermeister Günther Holler aus Stadlern nicht im Jahr 2008 für den VG-Vorsitz kandidiert, als Birgit Höcherl erstmals zur Bürgermeisterin der Stadt Schönsee gewählt wurde und Holler zu diesem Zeitpunkt schon viele Jahre als Bürgermeister Mitglied in der Gemeinschaftsversammlung war. "Plötzlich, nach der Wahl eines nicht CSU-nahen Bürgermeisters in Schönsee, kommt es zu Ideen, die in den letzten Jahrzehnten nie Thema gewesen sind. Das erscheint schon äußerst merkwürdig und lässt auf machtpolitische Gründe schließen", schreibt Reinhard Kreuzer.

Auch die im Artikel von Gerald Reiter geschilderte Situation entspreche nicht den im Vorfeld geführten Besprechungen. Laut Kreuzers Darstellung sei der Stadlerner Bürgermeister drei Stunden vor der Wahl des Gemeinschaftsvorsitzenden darauf angesprochen worden, es nicht auf eine Kampfkandidatur hinauslaufen zu lassen. Wie berichtet, war in der konstitutierenden Sitzung Gerald Reiter zum VG-Vorsitzenden gewählt worden.

"Ein klares Erzeugnis eines Nach-Politischen Wahlkampfs" nennt Kreuzer den im Nachgang zur VG-Wahl provozierten Schlagabtausch in der Presse – "im Hintergrund gesteuert und geführt durch die alte Führung der Stadt Schönsee, um mich als den neuen ersten Bürgermeister in ein schlechtes Licht zu rücken". Gesteuerte Aktionen sollten laut Kreuzer bewusst ein Zerwürfnis innerhalb der Gemeinden herbeiführen.

"Der Stachel der Wahlniederlage sitzt bei einigen scheinbar immer noch sehr tief", so das Fazit des Schönseer Bürgermeisters. Diesen Personen hätte es schöner zu Gesicht gestanden, in den vergangenen 40 Jahren einen korrekten VG-Vertrag auf die Beine zu stellen – "somit wäre eine solche Lage, in welcher wir uns derzeit befinden, überhaupt nicht erst entstanden".

Die Turbulenzen an der VG-Spitze hatte Bürgermeister Gerald Reiter im Gemeinderat zur Sprache gebracht

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