Schönsee
22.09.2019 - 12:06 Uhr

Weit weg vom Stand der Technik

Das Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Dietersdorf ist seit 30 Jahren in Betrieb. Der Antrag für eine Ersatzbeschaffung wird im Stadtrat positiv gesehen. Keine Chance gibt es allerdings für den Ausbau einer Gemeindestraße.

Ein Förderantrag für die Gemeindeverbindungsstraße Gaisthal–Rackenthal hat derzeit bei der Regierung keine Chance. Punktuelle Schäden, wie kurz vor dem Ortsschild (Bild), will die Stadt aber beheben. Bild: Portner
Ein Förderantrag für die Gemeindeverbindungsstraße Gaisthal–Rackenthal hat derzeit bei der Regierung keine Chance. Punktuelle Schäden, wie kurz vor dem Ortsschild (Bild), will die Stadt aber beheben.

Bei der jüngsten Stadtratssitzung informierte Geschäftsleiter Matthias Jeitner über den Sachstand zu einer möglichen Förderung der Gemeindeverbindungsstraße Gaisthal-Rackenthal. Die Regierung der Oberpfalz habe den Fahrbahnzustand vor Ort bereits im Jahr 2013 und aktuell im Mai 2019 begutachtet. Daraufhin wurde der Stadt jetzt nahegelegt, zum jetzigen Zeitpunkt auf einen Förderantrag zu verzichten.

Es sei zwar festgestellt worden, dass punktuell an vereinzelten Stellen Unterhaltungsmaßnahmen vorzunehmen seien, "der Straßenzug in seiner Gesamtheit sich aber in einem ordentlichen Zustand befindet". Die Regierung sehe deshalb derzeit keine Veranlassung, die Straße, die eine Breite von 4,50 Meter aufweist, auszubauen. "Es gibt keine Chance für einen Zuschuss", stellte Jeitner klar. Laut Bürgermeisterin Birgit Höcherl müsse die Stadt Ausbesserungen vornehmen, aber ein Ausbau oder eine Oberbauverstärkung sei nicht möglich. "Der nächste Schritt ist es, in Rackenthal an die Innerortsstraße zu gehen", so Höcherl.

Wassertank fehlt

Dem Stadtrat lag ein ausführlicher Antrag der Feuerwehr Dietersdorf auf Ersatzbeschaffung eines Einsatzfahrzeuges innerhalb der nächsten drei Jahre vor. Kommandant Georg Bayer führte das hohe Alter des LF 8 mit Baujahr 1989 an, wodurch es kurzfristig zu Ausfällen kommen könne. Der Umstieg auf ein bedarfsgerechtes Fahrzeug wird auch notwendig, da es unwirtschaftlich sei, das alte Auto mit dem aktuellen Stand der Feuerwehrtechnik nachzurüsten. Dies gelte für Wassertank, Schnellangriffseinrichtung und Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum. Der Antrag endete mit der Bitte: "Um auch zukünftig den Brandschutz wirkungsvoll sicherstellen, und den Bürgern der Stadt Schönsee jederzeit optimale Hilfe leisten zu können, möchten wir Sie bitten, diese Beschaffung durchzuführen."

Wie die Bürgermeisterin informierte, hänge die Förderung mit der Fahrzeugart zusammen. Vor einer Entscheidung des Stadtrates sei deshalb die Stellungnahme des Kreisbrandmeisters einzuholen. "Dieser muss sagen, was ist notwendig und sinnvoll." Einstimmig wurde sich dafür ausgesprochen, dem KBR den Antrag vorzulegen und einen Termin bei der Feuerwehr Dietersdorf zu vereinbaren.

Um Aufschub gebeten

Beim Punkt "Informationen und Fragen" ging es zunächst um den Baufortschritt bei der Platzgestaltung "Alte Schule" in der Hauptstraße. Die Fundamente sind betoniert, allerdings sei mit der Bruchsteinmauer noch nicht begonnen. "Es geht nicht weiter und das nervt", so der Tenor im Gremium. Die Bürgermeisterin informierte, dass der beauftragte Bauunternehmer offiziell abgemahnt wurde. Dieser habe um einen geringfügigen Aufschub gebeten, nachdem die Arbeiter auf anderen Baustellen gebunden seien. Josef Eibauer monierte, dass die Pflege der Fußwege heuer nicht so gut geklappt hat, wie in den Vorjahren. "Es gab eine Anweisung an den Bauhof, den Schnitt aus Umweltschutzgründen zu reduzieren", erklärte Höcherl.

Hans Schieber fragte nach, ob es zutreffe, dass die Spielgeräte am Kindergarten an Eltern verkauft werden. "Es gibt eine Liste, welche Geräte weiterhin genutzt werden können und welche nicht", so die Bürgermeisterin. Als Vorbereitung zur nächsten Sitzung informierte Höcherl, dass die Wünsche der Stadt in Bezug auf die Beschilderung (Ortsschild-Versetzung) an Staats- und Kreisstraßen nicht berücksichtigt wurden. Es sollen nun eventuell "Smiley"-Geschwindigkeitsanlagen aufgestellt werden. "Diese bremsen zwar die Raser nicht aus, wirken aber trotzdem", so Birgit Höcherl.

 
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