Schwandorf
08.04.2022 - 14:59 Uhr

100 000 Euro Spende für Hospiz-Bau in Schwandorf

Eine Millionen Euro an Spenden sind für den Bau nötig. Ein Drittel davon ist schon beisammen.

Die Vorsitzende des Hospizvereins Schwandorf, Gisela Pöhler (rechts), überreichte an den Regionalvorstand der Johanniter-Unfallhilfe, Martin Steinkirchner (links), einen Scheck über 100 000 Euro zum eines Hospiz-Gebäudes in Schwandorf Bild: Hirsch
Die Vorsitzende des Hospizvereins Schwandorf, Gisela Pöhler (rechts), überreichte an den Regionalvorstand der Johanniter-Unfallhilfe, Martin Steinkirchner (links), einen Scheck über 100 000 Euro zum eines Hospiz-Gebäudes in Schwandorf

Für den Bau des Bruder-Gerhard-Hospiz in Schwandorf benötigt die Johanniter-Unfall-Hilfe eine Millionen Euro an Spenden. „Ein Drittel haben wir bereits beisammen“, so Regionalvorstand Martin Steinkirchner.

Dank einer 100 000-Euro-Spende des Hospizvereins Schwandorf, die Vorsitzende Gisela Pöhler an den Regionalvorstand überreichte. Mit dem gleichen Betrag beteiligen sich auch der Hospizverein Amberg und der Landkreis Schwandorf. 30 000 Euro kamen mit einer Reihe von kleineren Spenden zusammen.

Das Bruder-Gerhard-Hospiz entsteht in unmittelbarer Nähe zum Landratsamt und soll Ende 2023 fertig sein. An der Finanzierung beteiligen sich auch die „Bayerische Stiftung Hospiz“, der Freistaat Bayern, der Bezirk Oberpfalz und die Johanniter-Unfall-Hilfe als Bauträger.

In der Trägerschaft des Sozialverbandes befinden sich bereits Hospiz-Einrichtungen in Pentling bei Regensburg und Neustadt/WN. Am Standort in Schwandorf entstehen nun weitere zehn Plätze. Der Freistaat fördert den Ausbau der Palliativversorgung und empfiehlt pro einer Million Einwohner 30 stationäre Plätze. Die Häuser in Pentling und Neustadt bieten 18 Plätze. „Mit Schwandorf schließen wir damit die Versorgungslücke“, gibt Martin Steinkirchner zu verstehen. Die Kranken- und Pflegekassen übernehmen 95 Prozent der laufenden Behandlungskosten. Steinkirchner rechnet mit einem jährlichen Defizit von 200 000 Euro, das mit Spendenaktionen und Fördermitgliedschaften gedeckt werden soll.

Das Schwandorfer Hospiz soll die Versorgung für die Landkreise Schwandorf, Cham und Amberg-Sulzbach sowie die Stadt Amberg sicherstellen. „Es wird ein offenes Haus“, verspricht Regionalvorstand Martin Steinkirchner. Die Pflege der Patienten übernehmen Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen und Sozialpädagogen. Die medizinische Versorgung erfolgt ambulant durch niedergelassene Hausärzte und Mediziner des Palliativ-Hospiz-Netzwerkes im Landkreis Schwandorf. Ziel sei es, die Lebensqualität der schwerkranken Menschen bis zum Schluss zu erhalten, erklärt Martin Steinkirchner.

 
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