Eine groß angelegte MERO-Ölschadensübung im östlichen Landkreis Schwandorf soll auf den Ernstfall vorbereiten. Rund 180 Einsatzkräfte von Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk (THW) und dem Rettungsdienst nahmen gemeinsam mit Spezialgerät der Ölwehr an der Übung teil. Das Sachgebiet Katastrophenschutz des Landratsamtes Schwandorf sowie die Führungsspitze der Kreisbrandinspektion waren vor Ort, wie das Landratsamt mitteilt.
Ziel der Übung war es laut Pressemitteilung, den Sonderalarm- und Einsatzplan MERO unter realitätsnahen Bedingungen zu erproben und die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen für den Ernstfall zu festigen. Die regelmäßige Durchführung im Zweijahresrhythmus sei verpflichtend und diene dazu, die festgelegten Einsatzabläufe zu überprüfen und die Einsatzbereitschaft sicherzustellen.
Wichtige Einsatzentscheidungen
Die Übung erstreckte sich auf die Streckenabschnitte B 19 und B 20 der MERO-Pipeline. Die Einsatzleitung hatte zunächst die Feuerwehr Winklarn inne, bevor sich der für den Inspektionsbereich Ost zuständige Kreisbrandinspektor Christian Weinfurtner als Örtlicher Einsatzleiter mit seiner Unterstützungsgruppe UG-ÖEL nach Katastrophenschutzrecht einsetzte und vom Landratsamt bestätigt wurde. Er übernahm die eingerichtete Einsatzleitung im Feuerwehrgerätehaus Winklarn. Von dort aus wurden die Übungsmaßnahmen koordiniert, die Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte gesteuert und wichtige Einsatzentscheidungen getroffen.
Ein Schwerpunkt der Übung lag auf der Lecksuche entlang des Leitungsverlaufs sowie an den angrenzenden Gewässern, teilt das Landratsamt weiter mit. Darüber hinaus wurden Ölsperren aufgebaut. Damit sollte insbesondere das Vorgehen bei einem möglichen Ölaustritt in Fließgewässern trainiert werden. Weitere Übungsteile waren das Aufnehmen von ölverschmutztem Erdboden sowie die Trennung und fachgerechte Entsorgung des aufgenommenen Öls. Auch das richtige Verhalten der Einsatzkräfte beim Auffinden einer Leckstelle wurde geschult, wobei sie besonders auf mögliche Explosionsgefahren achten mussten.
Einsatz von Spezialgeräten
Darüber hinaus richteten die Einsatzkräfte eine Befehls- und Sammelstelle ein und überprüften die im Alarmplan festgelegten Kommunikations- und Koordinierungsabläufe. Der Einsatz von Spezialgeräten der Ölwehr ermöglichte es, die Maßnahmen zur Schadensbegrenzung und Ölschadensbeseitigung praktisch zu üben. Neben den Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk (THW) war auch der Rettungsdienst in die Übung eingebunden. Fachberater und Verbindungsbeamte der beteiligten Fachdienste unterstützten.
Die gemeinsame Übung soll die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen stärken, die festgelegten Abläufe auf ihre Praxistauglichkeit überprüfen und mögliche Verbesserungen erkennen. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung auf einen möglichen Schadensfall an der MERO-Pipeline, teilt das Landratsamt mit. Vertreter des Landratsamts Schwandorf und der Kreisbrandinspektion sprachen von einer rundum gelungenen Einsatzübung und dankten allen Beteiligten für ihre professionelle und zielorientierte Mitarbeit.













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