11.04.2021 - 18:05 Uhr
SchwandorfOberpfalz

89 Corona-Infektionen und ein Todesfall im Landkreis Schwandorf

49 Fälle am Freitag und 40 am Samstag meldet das Landratsamt Schwandorf am Sonntagabend. Es gibt auch einen weiteren Todesfall.

von Claudia Völkl Kontakt Profil

Mit 49 Fällen am Freitag und 40 am Samstag steigt die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Landkreis Schwandorf auf 7.238. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntag bei 189,4 und damit exakt um den Wert 100 niedriger als vor 14 Tagen am Sonntag, 28. März.

Die Zahl der Todesfälle ist auf 139 gestiegen. Im Krankenhaus Burglengenfeld verstarb ein 60-jähriger Mann, der zu Hause gelebt hatte. Vier der zuletzt verstorbenen sechs Personen waren im Alter von 60 bis 65 Jahren.

Zeitliche Verzögerung

Wer am Sonntag auf das COVID-19-Dashboard des Robert Koch-Instituts klickt, erfährt folgenden Hinweis: „Rund um die Osterfeiertage und -ferien ist bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass aufgrund der Ferienzeit weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden.“ Das RKI geht also davon aus, dass sich nicht nur das Infektionsgeschehen, das sich über Ostern zugetragen hat, sondern auch das Infektionsgeschehen, das sich in der am Montag zu Ende gehenden Ferienwoche zugetragen hat, erst mit zeitlicher Verzögerung in den Fallzahlen widerspiegeln wird.

Testpflicht "milderes Mittel"

Am Freitagabend verfügte das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege die Zweite Änderung der aktuell geltenden zwölften Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Einen breiten Raum dieser Begründung nimmt die Testpflicht an Schulen ein. "Die Staatsregierung geht davon aus, dass die Testpflicht eine verhältnismäßige Maßnahme darstellt und vor allem ein milderes Mittel ist gegenüber einer Schulschließung", so Landratsamtssprecher Hans Prechtl. Durch die Anknüpfung der Teilnahme am Präsenzunterricht an einen negativen Testnachweis gelinge es in höherem Maße, infektiöse Schüler frühzeitig zu erkennen, vom Unterrichtsbesuch in Präsenz fernzuhalten und Ansteckungen in der Schule zu vermeiden.

Wer den Test verweigert

Eine Zugangsbeschränkung gilt auch für diejenigen Schüler, die beziehungsweise deren Eltern sich einer Testdurchführung verweigern. "In solchen Fällen ist ein temporäres Fernbleiben vom Präsenzunterricht zum Schutz der Mitschüler und den an der Schule tätigen Personen dringend geboten", heißt es in der Mitteilung des Landratsamtes. Nicht am Präsenzunterricht teilnehmende Schüler erfüllen ihre Schulbesuchspflicht durch die Wahrnehmung der Angebote im Distanzunterricht und im Distanzlernen; ein Anspruch auf bestimmte Angebote besteht nicht. Dies bedeutet: Wenn es Distanzunterricht an der Schule für die jeweilige Jahrgangsstufe gibt, sind die Schüler, die keinen negativen Coronatest nachweisen können oder wollen, verpflichtet, am teilzunehmen. Andererseits sind die Schulen nicht verpflichtet, bestimmte Distanzangebote für diese Schüler einzurichten. Die Schüler bleiben auch bei einer Testverweigerung regelmäßig an das Unterrichtsgeschehen angebunden und im Klassenverband verwurzelt.

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