Schwandorf
07.02.2026 - 15:33 Uhr

AfD-Landratskandidat: "Ich werde in die Stichwahl kommen"

Die Schwandorfer AfD-Kandidaten für die Kommunalwahlen haben beim Wahlkampfauftakt Besuch von gleich vier ihrer Bundestagsabgeordneten bekommen. Im Max-Kunz-Saal stellten sie ihre Ziele vor.

Wahlkampfauftakt der AfD in Schwandorf (von links): MdB Reinhard Mixl, MdB Marcel Queckemeyer, MdB Carina Schießl, OB-Kandidat Roland Kraus, Landratskandidat Thomas Borcuch, MdB Manfred Schiller und Bürgermeisterkandidat Tobias Gasparin. Bild: Hirsch
Wahlkampfauftakt der AfD in Schwandorf (von links): MdB Reinhard Mixl, MdB Marcel Queckemeyer, MdB Carina Schießl, OB-Kandidat Roland Kraus, Landratskandidat Thomas Borcuch, MdB Manfred Schiller und Bürgermeisterkandidat Tobias Gasparin.

Der 43-jährige Thomas Borcuch wohnt mit Ehefrau und vier Kindern im Schwandorfer Ortsteil Fronberg. „Als Projektmanager muss ich für klare Entscheidungen und nachvollziehbare Abläufe sorgen“, sagte der Landratskandidat beim Wahlkampfauftakt der AfD am Freitag im Konrad-Max-Kunz-Saal der Oberpfalzhalle. Sein Motto: „Nicht verwalten, sondern gestalten“. Dies soll auch für seine politische Arbeit die Devise sein. Der AfD-Bewerber ist überzeugt: „Ich werde in die Stichwahl kommen“.

Das gleiche Ziel hat der Schwandorfer OB-Kandidat Roland Kraus. Was ihn so optimistisch stimmt: „Die Bürger sind unzufrieden mit der Schwandorfer Kommunalpolitik und klagen mir ihr Leid“. Die Missstände in der Stadt würden „schöngeredet“, erklärt er. Der 50-Jährige sagt, für ihn habe die Sicherheit der Bürger oberste Priorität. Mit mehr Präsenz der Polizei und der Ordnungsdienste will er gegen den Vandalismus vorgehen.

Der AfD-Fraktionsvorsitzende im Schwandorfer Stadtrat, Reinhard Mixl, kritisierte die „explodierenden Personalkosten“ und forderte ein sparsames Haushalten, „statt Geld für unsinnige Projekte auszugeben“. Als Beispiele nannte er die Pocket-Parks und die Bürgerfreifläche, die die Stadt deshalb in Angriff genommen habe, „weil es eine hohe Förderung gab“. Das Gleiche gelte für den sozialen Wohnungsbau. „Man rechnet sich die Zahlen schön“, so Mixl. Ein Start-up-Gründer meldete sich zu Wort und beklagte die „hohen Mieten bei den Leerständen“. Seine Schlussfolgerung: „Kein Wunder, dass die Schwandorfer Innenstadt zur Geisterstadt verkommt“.

Der Bundestagsabgeordnete Marcel Queckemeyer aus dem niedersächsischen Ankum war Gastredner. Der AfD-Obmann im Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz machte die Bundesregierung für die hohen Energiepreise verantwortlich. Seine Meinung: „Es spielt keine Rolle, woher das Gas kommt, Hauptsache es ist günstig“. Der 45-jährige AfD-Abgeordnete bezeichnet sich als „technologieoffen“ und hält Fotovoltaik grundsätzlich für sinnvoll, „aber nicht auf Ackerfreiflächen“. Windkraft lehnt Marcel Queckemeyer generell ab.

Die aus Schwarzenfeld stammende Bundestagsabgeordnete Carina Schießl gehört dem Gesundheitsausschuss des Bundestages an und sieht, „wie das Gesundheitssystem immer mehr an seine Grenzen stößt“. MdB Manfred Schiller aus Weiden erkennt im Heizungsgesetz und in der kommunalen Wärmeplanung „eine Gängelung und Sozialismus pur“. In der Stadt Pfreimd kandidiert der 44-jährige Anlagenführer Tobias Gasparin für das Bürgermeisteramt. Der Familienvater sagt, er trete für „eine bürgernahe Politik und die Entwicklung der Stadt zu einem attraktiven Standort“ ein.

 
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