Schwandorf
27.02.2026 - 16:48 Uhr

Amphibienwanderung im Landkreis Schwandorf: Naturschützer bauen Schutzzäune auf

Im Landkreis Schwandorf sind Amphibien aufgrund des milden Wetters auf Wanderschaft. Ehrenamtliche Helfer schützen die Tiere mit Zäunen und Fangeimern.

Erdkröten Bild: U. Meßlinger
Erdkröten

Aufgrund des milden und feuchten Wetters sind im Landkreis Schwandorf die ersten Amphibien auf Wanderschaft gegangen. Auf ihrem Weg zu den Laichgewässern müssen sie oft Straßen überqueren. Die BN-Kreisgruppe Schwandorf meldet deshalb, dass Mitglieder an sieben Straßen Zäune aufgestellt haben, um die Tiere zu schützen.

An den Staatsstraßen 2160 bei Pullenried/Tröbes stehen 600 Meter Zaun, an der Staatsstraße 2235 Burglengenfeld/Kallmünz 300 Meter und an der Staatsstraße 2040 Nabburg/Höflarn ebenfalls 300 Meter. Weitere Zäune befinden sich an den Kreisstraßen SAD 25 Trisching/Rottendorf, SAD 3 Schwandorf-Neukirchen und SAD 31 Pfreimd/Weihern. 350 Meter Amphibienschutzzaun stehen auch an der Gemeindeverbindungsstraße Trausnitz/Bierlhof.

Ehrenamtliche im Einsatz

Vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung sowie in den Nachtstunden sind die Amphibien unterwegs und laufen Gefahr, überfahren zu werden. Ehrenamtliche der BN-Kreisgruppe Schwandorf sind an den Straßenrändern aktiv und bringen die eingesammelten Tiere sicher auf die andere Straßenseite. Bis Mitte April muss mit wandernden Amphibien gerechnet werden. „Unsere Helfer sind in aller Früh oder am späten Abend unterwegs und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser Arten in Bayern“, erklärt Oskar Deichner, Biologe der BN-Kreisgruppe Schwandorf.

In ganz Bayern helfen etwa 6000 Freiwillige, um die Amphibien vor dem Straßentod zu schützen. Sie retten jährlich bis zu 500.000 Amphibien. Dort, wo sichere Durchgänge fehlen, werden Schutzzäune an Straßen aufgebaut. Kröten, Frösche und Molche wandern am Zaun entlang und fallen in Fangeimer, die in regelmäßigen Abständen im Boden versenkt sind. Die Amphibienretter leeren die Eimer mehrmals täglich, notieren die gefundenen Tiere und tragen die Lurche anschließend über die Straße. Dadurch können die Daten mit denen der Vorjahre verglichen werden.

Rückgang der Amphibienpopulation

„In den letzten Jahren kommen von unseren Aktiven aus ganz Bayern alarmierende Signale. An den meisten Übergängen werden selbst Allerweltarten wie Erdkröte und Grasfrosch weniger. Auch an unseren Zäunen können wir einen Schwund feststellen, nur am Zaun bei Grain und bei Pullenried/Tröbes ist der Schwund zum Glück noch nicht so dramatisch“, erklärt Deichner.

Der BN bittet alle Autofahrer in den kommenden Wochen um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme. „Jeder sollte sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und sein Fahrtempo freiwillig auf Straßen reduzieren, die an Teichen oder Feuchtgebieten vorbeiführen. Nicht nur wegen der Lurche, sondern auch für die Helfer, die am Straßenrand Tiere einsammeln“, so der BN-Naturschutzexperte.

Diese Meldung basiert auf Informationen der BN-Kreisgruppe Schwandorf und wurde mit Unterstützung durch KI erstellt.

 
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