Die Zahl der Corona-Infektionen steigt im Landkreis Schwandorf auf 5076, nachdem am Dienstag 50 weitere Fälle hinzugekommen sind. Die Sieben-Tage-Inzidenz wird vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und vom Robert-Koch-Institut (RKI) übereinstimmend mit 163,0 angegeben. Sie sinkt damit gegenüber gestern um 8.
Wie aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes hervorgeht, verteilen sich diese 5076 Fälle nach Altersgruppe und Geschlecht wie folgt: In der Altersgruppe 0 bis 4 Jahre gab es 110 Infektionen (61 männlich, 49 weiblich), in der Altersgruppe 5 bis 14 Jahre 282 Corona-Fälle (154 männlich, 128 weiblich), in der Altersgruppe 15 bis 34 Jahre 1337 Infektionen (661 männlich, 676 weiblich), in der Altersgruppe 35 bis 59 Jahre 1889 Infektionen (878 männlich, 1011 weiblich), in der Altersgruppe 60 bis 79 Jahre 895 Fälle (432 männlich, 463 weiblich) sowie in der Altersgruppe 80 und älter 556 Infektionen (177 männlich, 379 weiblich).
Insgesamt haben sich im Landkreis Schwandorf also bisher 2363 männliche und 2706 weibliche Personen mit dem Coronavirus infiziert. Wie Landratsamts-Sprecher Hans Prechtl mitteilt, sei eine Zuordnung in diese Übersicht bei sieben Personen nicht möglich. Dies hat laut Prechtl den Grund, dass ihr Geburtsdatum nicht bekannt sei, oder sie der Geschlechtsoption "divers" angehören.
"Wir haben zurzeit ein überaus diffuses Infektionsgeschehen ohne Hotspots. Infektionen ereignen sich in nahezu allen Lebensbereichen von A wie Arbeitswelt bis Z wie Zuhause", teilt Prechtl weiter mit. In der Videokonferenz des Katastrophenschutzes, die am Mittwoch unter der Leitung von Landrat Thomas Ebeling getagt habe, hätten die Vertreter der Kliniken in Amberg, Schwandorf und Burglengenfeld übereinstimmend betont, dass die Lage im Klinik- und vor allem im Intensivbereich sehr angespannt ist.
"Die Betten für Covid-Patienten werden knapp, wobei auffällt, dass sich das Durchschnittsalter derjenigen Personen, die beatmet oder sonst intensivmedizinisch betreut werden müssen, deutlich gesenkt hat", betont Prechtl. Lag das Durchschnittsalter vor einigen Wochen noch bei über 80 Jahren, liege es jetzt bei rund 65 Jahren. Von „Mitte 60“ sei nun die Rede gewesen.
Aus medizinischer Sicht seien Lockerungen aktuell nicht vertretbar, auch wenn nicht verborgen bleibe, dass viele Bürger des Lockdowns überdrüssig werden und weitere Öffnungen herbeisehnen. "Die Politik wird die richtigen Entscheidungen zu treffen haben", heißt es in der Pressemitteilung weiter.
Nach einem positiven Fall befinden sich im Katholischen Kindergarten St. Wolfgang in Schwandorf 25 Kinder und sechs Arbeitskräfte in Quarantäne. Der Träger der Einrichtung hat die Eltern laut Prechtl deshalb gebeten, am Donnerstag die Notbetreuung nicht in Anspruch zu nehmen, bis Weiteres geklärt ist.
Im Elisabethenheim in Schwandorf hat sich ein positiver Schnelltest bei einer mitarbeitenden Person bestätigt. Eine Reihentestung des betroffenen Wohnbereichs erfolgt. In einem Betrieb im Landkreis fand laut Prechtl außerdem eine anlassbezogene Begehung durch je einen Mitarbeiter von Gesundheitsamt und Gewerbeaufsichtsamt statt.















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