30.08.2018 - 10:19 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Arbeitsmarkt: Sommerloch fällt kleiner aus

Der saisonal bedingte Anstieg der Arbeitslosenzahlen ist geringer als vor einem Jahr. Die Quote im Bezirk Schwandorf steigt auf 2,4 Prozent.

Markus Nitsch, Chef der Agentur für Arbeit.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Steigende Arbeitslosenzahlen im August sind zum großen Teil zwei Tatsachen geschuldet: Schulabgänger melden sich bei der Agentur, und auch junge Leute, die gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben. So auch in diesem Jahr. Der Antieg ist aber geringer als noch 2017.

Im Bezirk der Geschäftsstelle Schwandorf (Landkreis ohne Bereich Oberviechtach) war das Arbeitsmarktgeschehen im Ferienmonat August von diesen jahreszeitlich bedingten Einflüssen geprägt. Die Zahl der arbeitslosen Menschen stieg von Juli auf August um rund 140 Personen oder 7,8 Prozent. Zum Stichtag Mitte August waren im Bezirk Geschäftsstelle Schwandorf rund 1850 Personen arbeitslos gemeldet, rund 310 Personen oder 14,3 Prozent weniger als im August des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote stieg von 2,2 Prozent im Juli auf 2,4 Prozent im August. Vor einem Jahr lag die Quote im August noch bei 2,8 Prozent.Das teilte die Agentur für Arbeit mit.

Im Laufe des Berichtsmonats meldeten sich im Schwandorfer Geschäftsstellenbezirk rund 780 Personen neu oder erneut arbeitslos, 100 Personen mehr als im Juli. Im Vergleich zum August des vergangenen Jahres meldeten sich rund 140 Personen weniger.

„Arbeitslosmeldungen von jungen Menschen nach Ende der schulischen oder betrieblichen Ausbildung sowie die allgemeine Zurückhaltung bei Neueinstellungen in der Urlaubszeit über alle Branchen hinweg sorgten für den jahreszeitlich üblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit im August. Der August-Anstieg ist jedoch geringer ausgefallen als im Vorjahr“, sagte der Leiter der Agentur für Arbeit Schwandorf, Markus Nitsch.

Allgemein blieb die Arbeitsmarktlage stabil. Die angestiegene Jugendarbeitslosigkeit ist in erster Linie auf das Ende vieler betrieblicher Ausbildungen zurückzuführen. Wegen des bestehenden Fachkräftebedarfs verfügen diese Absolventen über sehr gute Beschäftigungsaussichten auf dem regionalen Arbeitsmarkt und kurzfristig auch auf eine Anschlussarbeitsstelle.

Es sei davon auszugehen, dass die Einstellungsbereitschaft der Betriebe nach der Sommerpause in den nächsten Wochen wieder zunimmt und der Arbeitsmarkt in der Schwandorfer Region stabil bleiben werde, so die Agentur. Branchen übergreifend bestehen Bedarfe an Fachkräften und qualifizierten Helfern in Industrie, Handwerk und Dienstleistung.

Im Bezirk der Geschäftsstelle Schwandorf meldeten Betriebe und Unternehmen seit Jahresbeginn dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters 3690 sozialversicherungspflichtige Stellen neu zur Besetzung, 290 Angebote oder 7,2 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt waren im Geschäftsstellenbezirk Schwandorf im August 1900 Stellenangebote registriert, 90 Angebote oder 4,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

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