04.09.2018 - 21:58 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Bayern in den schönsten Farben

Ministerpräsident Markus Söder sieht die CSU als den einzigen Anker in der politischen Mitte. Beim Sommerempfang des CSU-Kreisverbands bezeichnet er Bayerns Politik als Vorbild für ganz Deutschland. Er betont, was nur der Freistaat macht.

Über 500 Besucher füllten am Dienstagabend den Gutenecker Gutsstadel, in den der CSU-Kreisverband zu seinem Sommerempfang eingeladen hatte. Der Landtagswahlkampf stand beim Besuch des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder im Mittelpunkt.
von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Zum Einzug des Ministerpräsidenten in den voll besetzten Gutsstadel des Schlosses spielen "D' Pischdorfer" den Bayerischen Defiliermarsch. Das Publikum steht und klatscht, Markus Söder winkt den gut 500 Besuchern zu und drückt besonders fest dem früheren Staatssekretär Otto Zeitler die Hand. Nach kurzen Vorreden des Kreisvorsitzenden Alexander Flierl, des Hausherrn Burkhard Graf Beissel von Gymnich und des Bezirksvorsitzenden und Finanzministers Albert Füracker betont Söder gleich am Rednermikrofon, wie gerne er gekommen ist, denn: "Wer Bayern versteht, darf sich nicht auf die Großstädte konzentrieren, sondern muss dort sein, wo das Herz für die Heimat am stärksten schlägt." Er erinnert: Schon während seiner Zeit als Finanzminister habe er die kommunale Förderung verändert und deutlich mehr Geld für den ländlichen Raum zur Verfügung gestellt.

Söder lobt die Oberpfalz. Sie biete clevere Ideen zum Einsatz staatlicher Gelder an. Und er lobt anwesende Mandatsträger, die bei der Landtags- und Bezirkswahl auf dem Stimmzettel stehen werden: Alexander Flierl als starken Abgeordneten, der sich mit derselben Hartnäckigkeit einsetze wie sein Vorgänger Otto Zeitler, und Thomas Ebeling, den er als "einen der besten und schönsten Landräte der Oberpfalz bezeichnet."

"Deutschland ist es noch nie so gut gegangen wie heute", unterstreicht er. Die Leistungskammer der Nation liege eindeutig im Süden: Bayern sei besser und erfolgreicher, weil hier die Politik funktioniere. Der Freistaat halte sogar noch die Hälfte der Republik über den Länderfinanzausgleich über Wasser. Dafür habe man manchmal schon mehr Respekt und Dankbarkeit verdient, meint er. Bundesweit brauche man weniger Mahner und mehr Macher, die vor allem an die wahren Helden des Alltags in allen Generationen denken.

Der Ministerpräsident hebt Leistungen hervor, die es nur in Bayern gibt: Er nennt die 1000 Euro für Pflege in der Familie, die 6000 Euro Familiengeld für Erziehung zuhause und die Eigenheimzulage, die zusammen mit dem Baukindergeld bis zu 40 000 Euro betragen kann. Und er zählt dazu den Pakt mit der Landwirtschaft, in der immer noch zu viel Bürokratie herrsche: "Wir wissen bis heute nicht genau, wer sich in unserem Land aufhält, aber wir wissen, wo welche Kuh auf der Weide steht."

Schließlich kommt er auf die Frage zu sprechen: Wie geht es weiter mit der Zuwanderung? Bayern habe sich da von der besten Seite der Menschlichkeit gezeigt, nun aber brauche man eine Steuerung und Begrenzung. Außerdem: "Wer uns angreift, muss schleunigst das Land verlassen." Er verteidigt Umstellungen von Geld- auf Sachleistungen und eigene Abschiebungen: "Schutz und Sicherheit der eigenen Bevölkerung stehen für uns immer noch an erster Stelle." Die AfD verstehe er inzwischen nicht mehr als Protestpartei. Sie wolle einen anderen Staat mit Bürgermilizen und Waffenfreiheit. Die CSU stehe hingegen für eine Stärkung und Rückendeckung der Polizei.

Der Ministerpräsident stellt seine Partei immer wieder als Garant für ein modernes Bayern auf einem standfesten Boden dar. Nach seiner rund einstündigen Rede, die mehrfach von Zwischenapplaus begleitet war und auch ins Freie hinaus übertragen wurde, gibt es ein Geschenk. Gebacken von einer Schwandorfer Konditorei, bekommt Söder eine Schokoladen-Torte mit seinem Konterfei und der Bayern-Hymne, überreicht vom CSU-Kreisvorsitzenden Alexander Flierl. Abschließend trägt sich Bayerns Regierungschef ins Goldene Buch der Gemeinde Guteneck ein, das Bürgermeister Johann Wilhelm mitgebracht hatte.

Plädierte für Respekt vor der älteren Generation, für Unterstützung der Familien und für Erhalt der kulturellen Werte des Landes: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bei seiner Rede in Guteneck.

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