19.07.2021 - 09:37 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Beachvolleyball: Neue Anlage in Schwandorf eingeweiht

Die neue Beachvolleyballanlage ist das gemeinsame Werk dreier bisher konkurrierender Vereine, einer Baufirma und der Stadt Schwandorf. Für den FC-Vorsitzenden Reinhard Mieschala ist deshalb klar: „Hier wurde Sportgeschichte geschrieben“.

Bauunternehmerin Claudia Donhauser machte beim Geschicklichkeitsspiel anlässlich der Einweihung der neuen Beachvolleyballanlage auf dem Gelände des FC Schwandorf eine gute Figur.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Bei der Einweihungsfeier der neuen Beachvolleyballanlage am Freitag erinnerten die Beteiligten an die Entstehungsgeschichte: Die Pandemie zwang die Beachvolleyballer zu einem Wechsel vom Erlebnisbad auf das städtische Sportgelände an der Ettmannsdorfer Straße. In Eigenleistung und mit privaten Spenden, aber ganz ohne öffentliche Gelder, errichteten die Mitglieder des Volleyballclubs Schwandorf eine Anlage mit vier Spielfeldern, die zumindest nationalen Ansprüchen genügt.

Das 43 000 Quadratmeter große Sportgelände an der Naab gehört der Stadt, die es dem FC Schwandorf für 25 Jahre überlässt. „Der Vertrag gilt auch für den neuen Verein, der in Kürze aus dem FC Schwandorf und dem SC Ettmannsdorf hervorgehen wird“, gab FC-Vorsitzender Reinhard Mieschala zu verstehen.

Vier Spielfelder

Der FC Schwandorf tritt mit Genehmigung der Stadt einen Teil des Geländes an den Volleyballclub (VC) Schwandorf ab und erlaubt den Spielern auch die Nutzung der sanitären Anlagen. Die Volleyballer können auf den vier Feldern Turniere austragen, wenn auf dem angrenzenden Fußballplatz kein Spiel stattfindet. Für den Vorsitzenden des Volleyballclubs, Gerd Spies, schloss sich am Freitag der Kreis. Ende der 1970er Jahren kickte er dort in der Fußball-Landesligamannschaft des FC Schwandorf, nun kehrte er als Volleyballer an die einstige Wirkungsstätte zurück.

Stadtrat Jochen Glamsch, Ideengeber und Vater eines volleyballspielenden Sohnes, erinnerte an den „Hürdenlauf“ bis zur Fertigstellung. Sein Dank galt der Baufirma Donhauser, die daraus ein „Lehrlingsprojekt“ gemacht habe. Am Ende drohte die Maßnahme aber „am Sand“ zu scheitern. Die beauftragte Firma aus Hirschau hatte Lieferengpässe. Schließlich schaufelte sie aber doch noch 900 Tonnen zur Füllung der 40 Zentimeter tiefen Löcher frei. Dank Spenden von Firmen und Einzelpersonen war auch die Finanzierung gesichert. Am Ende blieb sogar noch Geld übrig, um die Gäste der Einweihungsfeier mit Grillbrotzeit und Freibier zu versorgen.

Vereine werden aufgelöst

In Kürze, so kündigte FC-Vorsitzender Reinhard Mieschala an, werden der FC Schwandorf und der SC Ettmannsdorf Versammlungen einberufen und die Auflösung ihrer Vereine beschließen. Die Mitglieder werden sich dann im „Fusionsverein Schwandorf“ wiederfinden, der im Februar gegründet wurde und der später einen neuen Namen erhalten soll. Der VC Schwandorf will, so war am Rande der Einweihungsfeier zu hören, selbständig bleiben und wird sich dem neuen Großverein nicht anschließen.

Nächster Schritt zur Fusion von FC Schwandorf und SC Ettmannsdorf

Schwandorf

 

 

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