Mit einer Gruppe von "Webscouts" sagt die Mittelschule Dachelhofen dem "Cybermobbing" den Kampf an. Rektor Christian Ernstberger überreichte den Schülern Zertifikate und Poloshirts und erteilte ihnen den Auftrag, die virtuellen Lebenswelten ihrer Mitschüler im Auge zu behalten.
"Aufklärung und Sensibilisierung sind ein wichtiger Baustein der Medienerziehung", betonte der Schulleiter beim Projektstart. Zusammen mit Birgit Zwicknagel (Computermäuse Stamsried), Franziska Karg-Röckl (Lehrerin) und Dr. Thorsten Schmidt (Facharzt für Allgemeinmedizin) ernannte der Rektor acht engagierte Schüler zu "Webscouts". Deren Aufgabe besteht darin, Mitschüler und Lehrer durch den Dschungel der sozialen Medien zu begleiten. Darüber hinaus sollen sie als Ansprechpartner bei Problemen im Netz zur Verfügung stehen. "Wir haben uns für dieses Projekt gemeldet, weil wir gerne anderen Menschen helfen wollen", meinten die neuen "Webscouts" bei ihrer Vorstellung. "Spielsucht, Angstzustände, Schulvermeidung, Depressionen haben zunehmend ihren Ursprung in der virtuellen Welt", haben sich die Jugendlichen sagen lassen. Je früher ein Arzt eine Krankheit diagnostizieren könne, desto größer seien die Heilungschancen. Dies treffe auch auf die digitale Welt zu, meint Dr. Thorsten Schmidt, der sich für dieses Projekt als Partner der Mittelschule Dachelhofen einsetzt.
Vorausgegangen ist eine mehrtägige Schulung im Bereich "Digitale Medien". Medienexpertin Birgit Zwicknagel sowie Lehrkraft Franziska Karg-Röckl, Betreuerin der Gruppe vor Ort, leiteten die Schulung und gaben der Gruppe auch Handlungsmuster für den richtigen Umgang mit Schülerfragen im Alltag an die Hand. Neben ihrer Beraterfunktion für Schüler stehen die "Scouts" auch den Lehrkräften zur Verfügung, wenn es um die Unterstützung beim Einsatz digitaler Medien im Unterricht geht.













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