31.07.2019 - 23:13 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Unter Beifall quer über den Marktplatz

Die Radler strahlen. Einer versichert: "Das war bisher die schönste Zieleinfahrt." Das Kompliment gilt den Schwandorfern, die zu Hunderten gekommen sind, um die Kolonne in der Stadt willkommen zu heißen.

von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Die Strecke am Mittwoch war für die 1100 Teilnehmer an der BR-Radltour nicht so einfach. Nicht etwa wegen des Höhenzugs, der zu bewältigen war, sondern wegen des schlechten Wetters, das die Hobby-Sportler schon bei der Abfahrt in Lauf an der Pegnitz behinderte. Ein paar wollten wegen des Regens die Tagesetappe nach Schwandorf gar nicht antreten. Aber für das Gros galt: Regenschutz drüberziehen und durch!

Die BR-Radltour stoppte auch in Amberg.

Amberg

Das sagen die Radfahrer zur BR-Radltour

In Schwandorf sonnig

Und tatsächlich wurde es besser. Kurz vor Schwandorf erkämpfte sich die Sonne endgültig ihren Platz am Himmel und beschien die riesige Radlerkolonne, die von Amberg her in die Stadt einrollte. La-Ola-Wellen, Applaus und Abklatschen der vorbeifahrenden Radler - die wartenden Schwandorfer auf dem Marktplatz ließen die Tourteilnehmer hochleben, bis auch der letzte in der fünf Kilometer langen Zweirad-Schlange vorbei war.

Die Radfahrer hielten sich nicht in der Innenstadt auf, sondern traten noch einmal kräftig in die Pedale, um ihre "Matratzenlager" für die Nacht zu erreichen - in der Oberpfalzhalle und in zwei Schulturnhallen. Wie sich zeigte, waren auch einige Schwandorfer als Teilnehmer an der BR-Radltour dabei.

Bildergalerie zur BR-Radltour in Schwandorf

"Das sind alles Leute, die nicht nur zum Semmel holen mit dem Fahrrad fahren, sondern das richtig sportlich betreiben," hatten vorher die BR-Moderatoren Roman Röll und Gerhard "Willi" Willmann versichert, die auf dem Marktplatz die Zuschauer auf die Ankunft einstimmten und mit der Festlaune der Schwandorfer mehr als zufrieden waren. "Denn es gibt für die Radler nichts Schöneres, als wenn sie mit Beifall begrüßt werden; das ist dann wie ein Tour-de-France-Gefühl."

Als kleines Kuriosum war zu bemerken, dass sich ein leibhaftiger Bayern-Prinz auf dem Marktplatz unter die Leute gemischt hatte: Leopold Prinz von Bayern, genannt Poldi, ein ehemaliger deutscher Rennfahrer. Der 76-Jährige ist Markenrepräsentant für BMW und hat mit "Poldi" ein eigenes Modelabel. Stilecht fuhr er mit einem schnittigen BMW-Oldtimer den Radlern ein paar Kilometer entgegen, um sie nach Schwandorf herein zu eskortieren.

Pop und Rock am Abend

Unter den Zuschauern schoss der Fotograf Dietmar Zwick den Vogel ab, der tatsächlich noch ein gelbes T-Shirt mit der Aufschrift "BR-Radltour 1997" besitzt und es zu Ehren des Anlasses übergestreift hatte. Wer sich erinnert: 1997, also vor 22 Jahren, kam die Tour zum ersten Mal durch Schwandorf; 2003 war es das zweite Mal, heuer das dritte Mal.

Nach 17 Uhr verlagerte sich das Geschehen dann endgültig von der Innenstadt hinüber zum Volksfestplatz, wo die Bayern-3-Band den Anheizer für einen Open-Air-Konzert-Abend machte, bei dem als Höhepunkt der deutsch-spanische Popsänger Àlvaro Soler vor großem Publikum auftrat. Nicht alle Radler blieben bis zum Schluss des Musikevents, denn am nächste Morgen hieß es für die Teilnehmer, früher aufzustehen als sonst: die "Königsetappe" stand auf dem Programm - 107 Kilometer nach Deggendorf.

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