12.05.2021 - 18:21 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Besserer Lärmschutz auf der Autobahn A 93 bei Schwandorf

Mit zwei großen Baumaßnahmen bei Schwandorf will die Autobahn GmbH des Bundes in diesem Jahr den Lärmschutz auf der A 93 verbessern. Die erste läuft schon seit ein paar Tagen.

Die aktuelle Baumaßnahme zur Verbesserung des Lärmschutzes auf der Autobahn A93 geht von der Anschlussstelle Schwandorf-Süd in Richtung Regensburg bis zur Anschlussstelle Teublitz.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

„Zukunftsthema Lärmsanierung“ hatte der CSU-Bundestagsabgeordnete Karl Holmeier das Gespräch betitelt, zu dem er neben seiner designierten Nachfolgerin Martina Engelhardt-Kopf aus Schwandorf auch Reinhard Pirner eingeladen. Pirner, bislang bekannt als Präsident der Autobahndirektion Nordbayern, hat seit Jahresbeginn einen neuen Funktionstitel. Er lautet Direktor der Niederlassung Nordbayern der Autobahn GmbH des Bundes. Die Aufgabe der neuen GmbH ist die gleiche wie die der früheren Behörde – nämlich Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung und Finanzierung der Autobahnen.

So konnten Pirner und seine Mitarbeiterin, die Abteilungsleiterin Annett Goller, im Beisein des Leiters der Schwandorfer Autobahnmeisterei, Mathias Kilsch, nahtlos anknüpfen an die bisherigen Sanierungspläne der A 93, die die GmbH von der Behörde quasi geerbt hat. Der Direktor sprach dabei von elf Millionen Euro, die in diesem Jahr im Raum Schwandorf für den Lärmschutz ausgegeben werden.

Mit lärmarmen Splittmastixasphalt

Geplant ist, die Fahrbahn auf einer Gesamtlänge von etwas mehr als zehn Kilometern abzufräsen und einen neuen, lärmmindernden Asphalt aufgetragen. Dabei handelt es sich um den sogenannten lärmarmen Splittmastixasphalt, wie er seit 2004 durch die Zusammenarbeit der Autobahndirektion Nordbayern mit dem Institut Prof. Dr. Schellenberg und der Universität Dresden im Hinblick auf die Lärmminderung weiter entwickelt wurde.

Mit ihm kann eine langfristige Lärmminderung um rund 3 dB(A) erreicht werden. „Das ist, wie wenn man den Verkehr halbiert,“ verdeutlichte Pirner. Der lärmarme Splittmastixasphalt eignet sich insbesondere bei Straßen mit einem hohen Lkw-Anteil wie es Autobahnen sind; er wird auf der A 93 bereits seit 2014 verbaut – etwa bei Pfreimd und Schwarzenfeld.

Es geht um zwei Streckenabschnitte, die saniert werden. Der erste ist sechs Kilometer lang und reicht in Richtung Regensburg von südlich der Autobahn-Anschlussstelle (AS) Schwandorf Süd bis südlich der AS Teublitz. Die Bauzeit soll zehn Wochen betragen und am 2. Juli enden; Beginn war am 26. April. Nötig wird dabei an zwei Wochenenden die Sperrung der AS Teublitz in Fahrtrichtung Regensburg – von Freitag, 21. Mai, bis Dienstag, 25. Mai, sowie von Freitag, 18. Juni, bis Montag, 21. Juni.

Zwei Monate Bauzeit bei Schwandorf

Der zweite Baubereich geht heuer im Spätsommer los und umfasst acht Wochen – und zwar fast den ganzen September und Oktober. Betroffen ist die Fahrbahn zwischen Schwandorf-Süd und Schwandorf-Mitte in Fahrtrichtung Weiden. Rund 65 000 Tonnen des lärmarmen Splittmastixasphalts werden im Laufe der beiden Sanierungsvorhaben aufgebracht.

Wie die Teilnehmer des Fachgesprächs, zu denen auch der stellvertretende Landrat Jakob Scharf (Steinberg) und der Zweite Bürgermeister von Teublitz, Robert Wutz, gehörten, erfuhren, reichen die Lärmsanierungs-Pläne der Niederlassung Nordbayern der Autobahn GmbH des Bundes noch einige Jahre in die Zukunft – sofern auch nach der nächsten Bundestagswahl im Herbst noch genügend Geld für derartige Baumaßnahmen vorhanden ist. Im Blickfeld der Planer ist dabei unter anderem der Schwandorfer Stadtteil Kronstetten, dessen Bewohner schon lange unter Autobahnlärm leiden.

Auch bei Weiden wird die Autobahn leiser

Weiden in der Oberpfalz

„Das ist, wie wenn man den Verkehr halbiert.“

Autobahn-Direktor Reinhard Pirner

Autobahn-Direktor Reinhard Pirner

„Lärmsanierung ist ein Zukunftsthema.“

Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier (CSU)

Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier (CSU)

In der Räumen der Schwandorfer Autobahnmeisterei fand am Mittwoch ein Fachgespräch zum Thema Lärmschutz für die Autobahn A 93 statt, zu dem Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier (Zweiter von rechts) eingeladen hatte. Auskunft gab Reinhard Pirner (links), der Direktor der Niederlassung Nordbayern der Autobahn GmbH des Bundes.

 

 

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