28.06.2018 - 15:20 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Den Bienen ganz nah

Tag der offenen Tür am Niederhof: Der Imkerverein gewährt Einblicke in seine Arbeit. Zuchtwart Johann Kagerer erklärt dabei, wie die Biene mit viel Mühe aus Nektar und Honigtau schließlich Honig zaubern.

Voristzender Konrad Grauvogl erläuterte den Besuchern das Leben der Bienen im Bienenstock.
von Josef GrabingerProfil

(gab) Die Biene ist seit einiger Zeit immer wieder Thema in den Medien. Kein Wunder also, dass es einige Interessierte an den Niederhof zog. Der Verein bot beim Tag der offenen Tür allen Interessierten einen Einblick in die Arbeit des Imkers. Außerdem wurden die Besucher auf die Bedeutung der Bienen für die Natur hinge wiesen. In einem Schaukasten konnten die Besucher das Leben eines Bienenvolkes in einem Bienenstock verfolgen. Die Imker gaben auch Auskunft über alle notwendigen Gerätschaften, die er braucht, vor allem für die Honigernte.

"Honig gibt es nicht ohne Biene. Honig und Honigbiene gehören unzertrennlich zusammen", betonte Zuchtwart Johann Kagerer bei seinen Ausführungen. "Ähnlich wie wir Menschen unsere Vorräte behandeln, so setzen die Honigbienen den gesammelten Nektar und Honigtau Stoffe hinzu und entziehen Wasser." Honig sei kein Fertigprodukt der Natur, erklärte Kagerer. Erst durch die Arbeit der Bienen werde der süße Nektar der Blüten aus Gärten, Wiesen und Felder zu hellem Blütenhonig verwandelt. Aus dem Honigtau von Blättern, Nadeln und Zweigen, besonders der Waldbäume entsteht der dunkle Blatt- und Waldhonig.

Der Bienenhonig sei ein vielseitiges Naturprodukt und enthält Enzyme, Vitamine, Mineralien, Säuren, Aminosäuren, Hormone, Inhibine, Aromastoffe, Kohlenhydrate und Wasser. Die weiteren Bienenerzeugnisse sind Blütenpollen, Propolis, Bienenwachs und Gelee Royal (Futter für die Bienenkönigin). Ein Königinnen- und Ablegermarkt sowie Produkte aus dem Bienenstock wie Met und Salben rundeten das Angebot ab. Am Freitag, 29. Juni, findet das interne Imkerfest statt, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Beginn ist um 18 Uhr.

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