Schwandorf
Update 31.03.2021 - 14:05 Uhr

Britische Corona-Mutante im Landkreis Schwandorf auf dem Vormarsch

Insgesamt 449 Corona-Fälle hat es in den vergangenen sieben Tagen im Landkreis Schwandorf gegeben. Flächendeckend verbreitet hat sich mittlerweile die britische Mutation des Virus: Sie herrscht bei 81,5 Prozent aller Fälle vor.

Eine Krankenschwester steckt eine Probe mit einem Nasenabstrich eines Patienten, der auf das Coronavirus getestet wird, in einen Behälter. Symbolbild: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
Eine Krankenschwester steckt eine Probe mit einem Nasenabstrich eines Patienten, der auf das Coronavirus getestet wird, in einen Behälter.

Für den Zeitraum von 24. bis 30. März sind für den Bereich des Landkreises Schwandorf 449 Corona-Infektionen erfasst worden. Wie Hans Prechtl, Pressesprecher des Landratsamtes, mitteilt, meldeten in diesem Sieben-Tages-Zeitraum 31 von 33 Landkreis-Gemeinden neue Fälle.

"Nur in Altendorf und Weiding wurden keine neuen Fälle bekannt", so Prechtl. Altendorf hatte in der Woche vorher zwei Fälle. Weiding, das mit 455 Einwohnern die kleinste Gemeinde im Landkreis ist, ist aktuell die einzige Gemeinde, die seit zwei Wochen ohne Fall geblieben ist.

"Statistisch betrachtet gab es in den sieben Tagen vom 24. bis 30. März eine neue Infektion pro 330 Einwohner", gibt Prechtl Auskunft. Dieser Zahl errechnet sich aus den 148 105 Einwohnern im Landkreis, geteilt durch die 449 Fälle.

Der Anteil der britischen Mutation lag in den vergangenen sieben Tagen bei 81,5 Prozent. Die brasilianische oder südafrikanische Coronavirus-Variante wurde bislang im Landkreis Schwandorf noch nicht festgestellt.

Inzwischen hat der Landkreis eine Impfquote von 11,07 Prozent erreicht. „Trotz der erneut geänderten Impfempfehlung für Astrazeneca müssen im Impfzentrum in Nabburg keine Impftermine abgesagt oder verschoben werden“, teilte das Landratsamt mit. Dies beruhe hauptsächlich darauf, dass bis Dienstag nächster Woche ausschließlich Zweitimpfungen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer terminiert waren.

Gleichwohl hat die geänderte Impfempfehlung, wonach Astrazeneca nur noch an Menschen über 60 Jahren verimpft werden soll, auch Auswirkungen auf die weiteren Planungen. „Wir haben Astrazeneca, auch aufgrund der jüngsten Sonderzuweisungen für besonders betroffene Grenzlandkreise, vorrätig und bislang auch entsprechend der jeweils geltenden Vorgaben verimpft. Im Impfzentrum hat bislang noch niemand diesen Impfstoff abgelehnt“, heißt es. Amtssprecher Hans Prechtl: „Wir hatten konkret in der Planung, in größeren Firmen, die Lebensmittel oder Arzneimittel vertreiben oder herstellen, mit Astrazeneca zu impfen. Da wir unser Impfkonzept neu strukturieren müssen, verzögert sich die Impfung in diesen Betriebszweigen.“

Impfberechtigte Personen unter 60 Jahren, die bald mit Astrazeneca geimpft worden wären (zum Beispiel Lehrkräfte und Polizisten), erhalten nach Maßgabe der Staatsregierung alternative Impfstoffe.

Oberpfalz25.05.2022
 
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