Schwandorf
27.01.2021 - 17:25 Uhr

Corona: Der 100. Todesfall im Landkreis Schwandorf

Die Zahl der Corona-Todesfälle ist seit Mittwoch dreistellig. Verstorben ist eine 80-jährige Frau, die zu Hause gelebt hatte. Das Durchschnittsalter aller bislang verstorbenen Corona-Patienten liegt bei 81 Jahren und zehn Monaten.

Die Intensivstationen der Krankenhäuser geraten an ihre Kapazitätsgrenze. Symbolbild: Dalibor Glück/CTK/dpa
Die Intensivstationen der Krankenhäuser geraten an ihre Kapazitätsgrenze.

100 Todesopfer hat Corona mittlerweile im Landkreis Schwandorf gefordert. "Mit 25 Fällen am Dienstag steigt die Gesamtzahl der Infektionen auf 4.095", heißt es in der Mitteilung des Landratsamtes Schwandorf am Mittwochabend. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und Robert-Koch-Institut übereinstimmend bei 75,7. "Aus den Heimen gibt es heute allenfalls zu berichten, dass sich ein positiver Schnelltest eines Mitarbeiters im Seniorenheim in Bruck bestätigt hat", fährt Behördensprecher Hans Prechtl fort.

8892 Anrufe

Er äußert sich auch zu den Impf-Anmeldungen: "Viele Bürger bescheinigen uns ein gut organisiertes und strukturiertes Prozessmanagement im Impfzentrum in Nabburg. Aber wir verschweigen nicht, dass es auch Unzufriedenheit gibt. Das Hauptproblem liegt darin, dass allein am Dienstag von 8 bis 16.30 Uhr insgesamt 8892 Anrufe im Impfzentrum aufgelaufen sind". Diese Flut an Anrufen sei trotz Mehrfachschaltung, das heißt, dass mehrere Personen gleichzeitig telefonieren können, nicht zu bewältigen. Eine Verbesserung lasse sich nur erzielen, wenn wirklich nur diejenigen Personen anrufen, denen eine Terminvereinbarung über das Online-Portal nicht möglich sei.

Randvolle Intensivstationen

Sowohl im Landkreis Schwandorf als auch im gesamten Rettungsdienstbereich, der die Stadt Amberg und die Landkreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf umfasst, haben die Belegungen in den Intensivstationen der Krankenhäuser stark zugenommen und erreichen die Kapazitätsgrenzen. Dabei handelt es sich laut Hans Prechtl in der Mehrzahl um Patienten, die nicht an Corona erkrankt sind. Patienten werden bereits jetzt überregional gesteuert, zum Beispiel deshalb, weil im Klinikum Bayreuth Verdachtsfälle der britischen Corona-Variante aufgetreten sind und dort deshalb aktuell kaum neue Patienten aufgenommen werden können. Solche Aufnahmestopps strahlen auf andere Kliniken, auch in der mittleren Oberpfalz, aus.

Oberpfalz25.05.2022
 
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