14.01.2021 - 17:29 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Corona: Drei neue Todesfälle im Landkreis Schwandorf

Die Zahl der Corona-Toten steigt an: Das Landratsamt teilt am Donnerstag mit, dass drei weitere Senioren verstorben sind. Im Impfzentrum in Nabburg erhielt die 2000. Person die erste Schutzimpfung.

Die 2000. Impfung wurde am Donnerstag im Nabburger Impfzentrum verabreicht.
von Claudia Völkl Kontakt Profil

Mit drei neuen Todesfällen erhöht sich die Zahl der mit oder an Corona Verstorbenen von 88 auf 91. Betroffen sind zwei Frauen aus verschiedenen Heimen, die 82 und 86 Jahre alt waren, sowie ein 82-jähriger Mann, der zu Hause gelebt hatte. "Mit 25 Infektionen vom Mittwoch steigt die Gesamtzahl auf 3806. Sowohl das LGL als auch das RKI nennen am Donnerstag die gleiche Fallzahl und dieselbe 7-Tage-Inzidenz von 119,0", heißt es in der Mitteilung des Landratsamtes. Die Testergebnisse der Reihenuntersuchung im Seniorenheim St. Elisabeth in Bruck liegen noch nicht vor.

Über dem Durchschnitt

Im Impfzentrum in Nabburg erhielt am Donnerstag die 2000. Person die erste Schutzimpfung. "Mit einer Quote von 1,35 Prozent liegt der Landkreis Schwandorf damit klar über dem bayernweiten Durchschnitt", so Behördensprecher Hans Prechtl. Das Robert-Koch-Instituts beziffert ihn in Bayern aktuell auf 1,15 Prozent In Deutschland liegt die Quote erst bei 0,91 Prozent. Von den 2000 Impfdosen wurden seit dem Impfstart am 27. Dezember rund 60 Prozent in Senioren- und Pflegeeinrichtungen verabreicht. Da weitere 240 Impfeinheiten an Krankenhäuser im Landkreis zum Schutz des dortigen Personals ausgeliefert wurden, lässt das die Impfquote im Landkreis noch zusätzlich ansteigen.

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Christian Meyer und Manuel Lischka vom Landratsamt, die für das Impfzentrum verantwortlich sind, loben das Team um den Ärztlichen Leiter Dr. Moritz Maenner für ihr großes Engagement. Dr. Maenner merkte an, dass „sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht, auch mehr geimpft werden kann. Unsere Kapazitäten sind nach obenhin jederzeit skalierbar“. Die Impfbereitschaft der priorisierten Gruppe der über 80-jährigen im Landkreis ist groß. Leider können aufgrund der geringen Impfstoffmengen bei weitem nicht alle Impfwilligen einen Termin bekommen. „Diese Situation stellt weder die Impfwilligen noch die Verantwortlichen und Mitarbeiter zufrieden“, betont Christian Meyer. Er verweist daher auf das seit Montag verfügbare Terminvereinbarungsportal des Freistaates Bayern unter www.impfzentren.bayern. Eine Registrierung kann bereits erfolgen, Termine werden über dieses Online-Portal frühestens ab 25. Januar vergeben werden.

Portal nicht überlasten

Nachdem man sich mit den persönlichen Daten registriert hat, wird man benachrichtigt, sobald man zur Impfung an der Reihe ist. Alter und Vorerkrankungen werden hierbei berücksichtigt. Durch das neue Portal ist ein Anruf in der Telefonhotline des Impfzentrums bzw. das Warten vorm Computer nicht mehr erforderlich. Manuel Lischka weist darauf hin, dass dies jedoch nur mit Hilfe der Bürger funktionieren kann. Daher appelliert er, „dass ab nächster Woche wirklich nur die Menschen die Hotline anrufen, die keinen Internetzugang haben und deshalb manuell im neuen Portal registriert werden müssen“. Derzeit nicht priorisierte Personengruppen sollten von einer Registrierung abzusehen, um das System nicht zu überlasten. Das Portal verarbeitet bayernweit alle Anmeldungen und leitet diese anschließend an das zuständige Impfzentrum weiter. Wichtig ist der Hinweis, dass das Öffnen des Portals mit dem veralteten Internet Explorer Probleme verursachen kann. Modernere Webbrowser sind zu empfehlen. Aufgrund der persönlichen Authentifizierung muss pro Impfwilligem eine eigene Mail-Adresse benutzt werden.

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