01.07.2021 - 16:32 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Corona im Landkreis Schwandorf: Mehr Impfstoff als Impfwillige

Die Priorisierung im Impfzentrum des Landkreises Schwandorf wird aufgehoben. Volljährige Schüler in Abschlussklassen können nun auch geimpft werden. Inzwischen gibt es keinen Mangel an Impfstoff mehr.

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Auf dem Impfgipfel am 28. Juni wurde beschlossen, die Priorisierung in den bayerischen Impfzentren im Laufe der 26. Kalenderwoche aufzuheben. Am Abend des Donnerstags, 1. Juli, wird hierzu eine Softwareaktualisierung von BayIMCO gemacht. Dazu erklärt das Landratsamt: "Bereits bestehende Terminbuchungen und Termineinladungen bleiben davon unberührt. Es werden bei der Umstellung seitens der Impfzentren keine Termine storniert. Ab dieser Systemänderung wird die Reihenfolge zur Termineinladung grundsätzlich ausschließlich über das Datum der erfolgten Registrierung in BayIMCO vergeben. Das Lebensalter und Vorerkrankungen spielen dabei keine Rolle mehr. Über den Stichtag 1. Juli 2021 hinaus wird dabei aber die Priorisierungsmöglichkeit für die besonders vulnerablen Gruppen 1 bis 2 beibehalten, das heißt, auch wenn sich jemand zukünftig in BayIMCO registriert, wird er, sofern er in Priorität 1 bis 2 (Scoring nach Alter, Vorerkrankung und Tätigkeit) eingestuft wird, eine umgehende Termineinladung erhalten."

Ab nächster Woche erhalten alle volljährigen Schüler der Abschlussklassen und Vorabschlussklassen ein Angebot zur COVID-19-Schutzimpfung im Impfzentrum. Zur Ermittlung des Bedarfs wurden am Donnerstag alle weiterführenden und beruflichen Schulen im Landkreis angeschrieben. Durch die Maßnahme soll ein erfolgreicher (Hoch-)Schulstart im Herbst gesichert werden. Alle impfwilligen Abschlussschüler ab 18 Jahren müssen sich vorab unter www.impfzentren.bayern registrieren.

Erneut rufen Landrats- und Gesundheitsamt alle impfwilligen Personen, die sich noch nicht registriert haben, dazu auf, dies umgehend zu tun. "Wir haben die Warteliste für unser Impfzentrum bald abgearbeitet. Wir sprechen hier nicht von Wochen, sondern von Tagen“, konkretisiert Pressesprecher Hans Prechtl. „Wenn wir 1000 Personen impfen möchten, müssen wir mehr als 3000 Personen ein Impfangebot machen, da viele, die bei uns noch auf der Warteliste stehen, bereits von ihrem Hausarzt geimpft wurden“, beschreibt Prechtl das Dilemma, dass die Registrierungen nach einer Impfung beim Hausarzt in sehr vielen Fällen nicht gelöscht, sondern aufrechterhalten wurden. Dazu hatte das Amt vor wenigen Tagen folgende Bitte geäußert: „Zudem bitten die Verantwortlichen des Impfzentrums alle Personen, die zwar im Onlineportal registriert sind, aber die Erst- und Zweitimpfung beim Haus- oder Betriebsarzt erhalten haben, ihren Account zu löschen. Dies kann das Impfzentrum aus technischen und rechtlichen Gründen nicht für die betroffenen Personen übernehmen. Stattdessen kann dies nach erneutem Login problemlos selbst erledigt werden.“

Während monatelang die Lage so war, dass es deutlich mehr impfwillige Personen gab, als Impfstoff vorhanden war, scheint sich die Lage jetzt schnell ins Gegenteil zu verkehren. Die Behörden suchen nach Wegen, den Impfstoff sinnvoll zu verwenden und appellieren deshalb an alle impfwilligen Personen, sich im BayIMCO zu registrieren.

Im Nabburger Impfzentrum kann es aufgrund der Erneuerung der Wasserleitungen in der Krankenhausstraße und der Bürgermeister-Haller-Straße aktuell zu Verkehrsbehinderungen kommen. Durch diese Baumaßnahmen verschärft sich auch die Parksituation im Umgriff des Impfzentrums. Um den zeitlichen Ablauf der Impfungen nicht zu gefährden, bitten die Verantwortlichen des Impfzentrums, mehr Zeit für die Anfahrt und die Parkplatzsuche einzuplanen.

Die Inzidenz bleibt unterdessen unverändert. Sie beträgt im Landkreis Schwandorf auch am Donnerstag 2,7.

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