Dramatisch zugespitzt hat sich der bereits bekannte Corona-Ausbruch in der Seniorenresidenz Naabtalpark in Burglengenfeld. In einem der beiden Häuser dieser Einrichtung sind 42 der 45 Bewohner positiv getestet.
15 Bewohner wurden nach Regensburg in die Ambulante Intensivpflege Bayern A.I.B. verlegt. 15 Bewohner blieben im Heim. Neun Bewohner befinden sich in Kliniken. Am Donnerstag Abend befanden sich laut einer Mitteilung des Landratsamtes 65 Einsatzkräfte von Rotem Kreuz, Johannitern und Feuerwehr im Einsatz. Aufgrund des Pflegenotstandes stellte die RKT Rettungsdienst OHG in Regensburg für die Betreuung Donnerstag Nacht und Freitag Vormittag zwei Pflegefachkräfte und zwei Pflegehilfskräfte ab. Landratsamtssprecher Hans Prechtl hoffte am Donnerstag, dass der Heimträger ab Freitag Mittag wieder in der Lage sein werde, die Betreuung zu übernehmen.
Von den Mitarbeitern sind 19 positiv getestet. Auch hier stehen noch Ergebnisse aus. Gegenüber dem Heim und der Heimleitung wurden verschiedene Anordnungen getroffen mit dem Ziel, die Lage weitgehend beherrschbar zu halten. So müssen zum Beispiel die Mitarbeiter alle drei bis fünf Tage mit einem Schnelltest getestet und ständig FFP2-Masken getragen werden. Die Heimaufsicht und das Gesundheitsamt unterrichten sich fortlaufend. Es herrscht Pflegenotstand. Im zweiten Haus dieser Einrichtung sind keine Bewohner betroffen.
Sechs Schulklassen stehen seit Donnerstag neu unter Quarantäne: eine 5. Klasse an der Mittelschule Neunburg vorm Wald, eine 8. und eine 10. Klasse an der Realschule Neunburg vorm Wald, eine 10. Klasse an der Realschule Burglengenfeld, eine 11. Klasse an der FOS/BOS Schwandorf und eine 12. Klasse an der Berufsschule im Haus des Guten Hirten in Schwandorf. In Quarantäne befindet sich auch eine Gruppe des Johanniter-Kinderhauses "Welt-Entdecker" in Schwandorf.
"Am Mittwoch hatten wir 45 neue Infektionen und damit wieder einmal die Erfahrung gemacht, dass die Zahlen zur Wochenmitte höher werden", so Pressesprecher Hans Prechtl in seiner Mitteilung am Donnerstag. Die Fallzahl steigt auf 2633. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bei 134,58. Da das Robert-Koch-Institut die 45 neuen Infektionen noch nicht eingepflegt hat, liegt die Inzidenz dort bei nur 106,2. "Für Donnerstag wird eine höhere Zahl als für Mittwoch zu vermelden sein. Die Inzidenz wird steigen", prognostiziert Prechtl.
Die infektionsschutzrechtlichen Anforderungen an eine zulässige Mund-Nasen-Bedeckung wurden am Donnerstag vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege insofern präzisiert, als zur Reduzierung von Aerosolen nur eine enganliegende, den Mund und die Nase bedeckende textile Barriere als Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden sollte. Klarsichtmasken aus Kunststoff, auch wenn sie eng anliegen, entsprechen diesen Vorgaben an eine Mund-Nasen-Bedeckung regelmäßig nicht. Solche Masken sind nur Visiere, die keinen ausreichenden Schutz bieten.
















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