06.11.2020 - 17:39 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Corona: Wieder eine tote Heimbewohnerin im Landkreis Schwandorf

Sowohl für Donnerstag als auch Freitag meldet das Schwandorfer Landratsamt jeweils mehr als 50 neue Coronafälle. Ein weiteres Todesopfer gibt es im Landkreisgebiet zu beklagen.

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Am Donnerstag hatte der Landkreis 51 Fälle, womit Schwandorf seit Freitag die vierte Ampelstufe Dunkelrot erreicht hat. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 110,91. Auch am Freitag (Stand 17.15 Uhr) sind deutlich mehr als neue 50 Infektionen zu verzeichnen, teilte das Landratsamt mit und gab an: Wohnorte werden erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder genannt werden können.

Im Schwandorfer Seniorenheim wurden im Rahmen des bekannten Ausbruchs bis jetzt 23 Bewohner und sieben Mitarbeiter positiv getestet. Eine infizierte Bewohnerin ist in der Nacht zum Freitag im St.-Barbara-Krankenhaus in Schwandorf verstorben. Im Pflegeheim in Nabburg, das ebenfalls von einem Ausbruch betroffen ist, sind bis jetzt 18 Bewohner und acht Mitarbeiter positiv getestet. Ein Todesfall in diesem Heim wurde bereits tags zuvor gemeldet. Die Zahlen zu beiden Einrichtungen seien im Fluss, da verschiedene Testergebnisse noch ausstehen.

Zwei Schulklassen müssen über die Herbstferien hinaus in Quarantäne verbleiben. Betroffen sind eine elfte Klasse an der FOS/BOS Schwandorf und eine zehnte Klasse der Berufsschule Nabburg. Der infizierte Bewohner der Asylunterkunft Dachelhofen konnte am Freitag aus dem Krankenhaus entlassen und mit seiner Familie in die Quarantänestation nach Regensburg verlegt werden. Für einen weiteren Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft wird aufgrund seiner Vorerkrankungen und der damit verbundenen Hochrisikokonstellation eine andere Unterbringung organisiert.

Schwandorf

Im Testzentrum Schwandorf wurden die Testungen deutlich ausgeweitet. Waren es im September insgesamt 1300 Testungen und im Oktober bereits 2100, hat man allein am Freitag - also an einem Tag - 238 Personen abgestrichen.

Das Landratsamt wird die Infektionslage fortlaufend neu bewerten. Die derzeitige Pandemiesituation gebiete es, auf Sicht zu fahren und wo möglich die verfügten Regelungen zu lockern und wo erforderlich auch zu verschärfen. Die von Landrat Thomas Ebeling gebildete Koordinierungsgruppe, die am Freitag als Videokonferenz getagt hat, wird sich am Montag erneut beraten.

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