Mit 41 Fällen am Dienstag erhöht sich die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Landkreis Schwandorf am Mittwoch auf 7.325. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die am Dienstag bei 189,4 lag, steigt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und Robert-Koch-Institut (RKI) auf 197,5 und damit um den Wert 8,1.
"Ob wir morgen über oder erneut unter 200 liegen werden, wagen wir noch nicht vorherzusagen", so Landratsamtssprecher Hans Prechtl. Rechtliche Auswirkungen wird das Überschreiten der 200er-Inzidenz nur dann haben, wenn dies an drei aufeinanderfolgenden Tagen geschieht. Dann würde an die Stelle von „Click and Meet“ (Einkaufen mit vorheriger Terminvereinbarung) wieder „Click and Collect“ (Abholung vorbestellter Waren in Ladengeschäften) treten.
Todesopfer immer jünger
Vier Todesfälle werden am Mittwoch gemeldet: Die Personen versterben in jüngerem Lebensalter. Die Männer waren 56, 60, 60 und 62 Jahre alt. Acht der zuletzt verstorbenen zehn Personen waren im Alter von 56 bis 65 Jahren.
Bei Geschmacksverlust
Woher kommen die vielen Infektionen? "Heute ist uns bei den Ermittlungen zur Infektionsquelle in einem Fall bekanntgeworden, dass eine Person trotz bestehendem Geschmacksverlusts noch eine Woche lang gearbeitet hatte. Die Person ist positiv und der Geschmacksverlust war hier ein Corona-Symptom", berichtet Hans Prechtl.
Notgruppen in Quarantäne
Im St. Andreas Kindergarten in Winklarn befinden sich drei Notgruppen in Quarantäne. Aufgrund der Notbetreuung bei an sich geschlossener Einrichtung waren gruppenübergreifende Kontakte unvermeidbar. Eine Reihentestung im Pflegeheim Naabresidenz in Schwandorf erbrachte keine neuen Fälle. Es blieb bei 31 positiven Bewohnern und elf positiven Mitarbeitern. Zehn Bewohner gelten bereits wieder als genesen.
Ausbruch im Seniorenzentrum
Nach Beginn des Ausbruchs im Seniorenzentrum Evergreen in Maxhütte-Haidhof am 1. April wurde das betroffene Geschoss zeitnah zur Isolationszone umfunktioniert. 17 Bewohner und fünf Mitarbeiter wurden positiv getestet. Sechs Bewohner befinden sich in stationärer Behandlung. Infolge einer Gesamtreihentestung wurde bekannt, dass auch ein zweites Geschoss betroffen ist. Dieses umfasst einen offenen Bereich mit 14 Bewohnern und den beschützenden Bereich mit 15 Bewohnern. Bis zum 7. April fanden Kontakte unter den Bewohnern des jeweiligen Bereichs uneingeschränkt statt. Seit dem 8. April ist der beschützte Bereich gruppenisoliert und der offene Bereich einzelisoliert. Es besteht ein Besuchsverbot. Gegen das Besuchsverbot hat das Landratsamt eine Beschwerde erreicht. "Das Besuchsverbot ist aber als seuchenhygienische Maßnahme zur Vermeidung der weiteren Ausbreitung dringend notwendig, zumal das Ausmaß des Ausbruchs noch nicht abschließend bewertet werden kann", heißt es in der Mitteilung des Landratsamtes. Um die Situation für die isolierten Bewohner erträglicher zu machen, findet täglich ein halbstündiger Spaziergang in Einzelbetreuung statt, bei dem das Personal durch persönliche Schutzausrüstung bestmöglich geschützt ist. Die nächste PCR-Reihentestung ist in sechs Tagen geplant. Schnelltests erfolgen täglich. Die Impfquote bei den Bewohnern liegt bei 78 Prozent. Auch ein Teil der Infizierten hatte bereits vor mehreren Wochen die Zweitimpfung erhalten.
Situation auf Intensiv
Die Krankenhäuser im Rettungsdienstbereich haben die Situation gut im Griff und vermelden eine Entspannung bei den Intensivbetten. "Im Bereich der Normalbetten war die Belegung mit Covid-Patienten stets beherrschbar", schreibt das Landratsamt. Im Krankenhaus in Schwandorf sind derzeit zwei Isolierstationen und eine eigene weitere Station mit Covid-Patienten belegt.















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