Hunderte Hände, die Türklinken drücken. Schüler, die sich zur Begrüßung umarmen. Lehrer, die täglich Kontakt zu Dutzenden Menschen haben. Viren können sich in Schulen rasch verbreiten. Das Bayerische Kultusministerium hat einen Leitfaden veröffentlicht - mit Informationen und Handlungsempfehlungen rund um das Coronavirus. Unter anderem heißt es darin: Schüler, die sich in einem vom Robert-Koch-Institut deklarierten Risikogebiet aufgehalten haben, sollen 14 Tage zu Hause bleiben.
Reine Vorsichtsmaßnahme
Diese Vorsichtsmaßnahme hat sich auch eine Schulleiterin im nördlichen Landkreis Schwandorf zu Herzen genommen, die in Italien gewesen ist. Sie blieb vorsorglich in Haus-Quarantäne und hat das Gesundheitsamt gebeten, sie auf das Coronavirus zu testen. Der Test erfolgte in dieser Woche und er sorgte für Aufatmen bei allen, die davon wussten. Denn die Angst erwies sich als unbegründet, die Frau kann ohne Bedenken ihren Dienst wieder antreten. Das bestätigte gestern Schulamtsdirektorin Renate Vettori vom Schwandorfer Schulamt. "Derzeit liegt kein bestätigter Coronavirus-Verdachtsfall in unserem Schulamtsbezirk vor," versicherte sie auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien.
Eine ähnliche Situation ergibt sich derzeit im Zuständigkeitsbereich der Schulämter in der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach. Eine Grundschülerin war in den Faschingsferien in der Lombardei. Die italienische Region zählt zu den Risikogebieten. Mit dem zuständigen Gesundheitsamt, der Schule und dem dortigen Schulamt wurde abgesprochen, dass das Mädchen diese Woche in Quarantäne verbringt - dann liegt der Lombardei-Besuch zwei Wochen zurück.
Beruhigend äußerte sich der Pressesprecher des Schwandorfer Landratsamtes, Hans Prechtl. Er hat nicht nur die Grund- und Mittelschulen, sondern den ganzen Landkreis Schwandorf im Blick, wenn er sagt: "Es gibt keinen positiven Fall bei uns." Aufregen konnte sich Prechtl aber über etwas anderes, das ihm aus Wackersdorf zu Ohren gekommen war. "Da hat jemand in bewusster Täuschungsabsicht einen Presseartikel aus Mecklenburg-Vorpommern umgeschrieben und in WhatsApp veröffentlicht, so dass er wirkte, als ob in Wackersdorf ein Verdachtsfall vorliege." Der Wackersdorfer Bürgermeister Thomas Falter habe ihm umgehend versichert, dass an dieser Meldung nichts dran sei, berichtete Prechtl.













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